Mittwoch, 17. Oktober 2007

ÄRGER IM EIS

Gerade ärgere ich mich mal wieder über den Unsinn, den energiehungrige Staaten so verzapfen. Großbritannien hat heute Gebietsansprüche in der Antarktis angemeldet - und verstößt damit gegen den Antarktisvertrag von 1959 und ein Umweltabkommen von 1991. Beides hatten die Briten selbst mit initiiert. Ist ihnen jetzt aber offensichtlich egal. Wie schade, denn das Gebiet rund um den Südpol darf eigentlich nicht ausgebeutet werden, Bergbau ist verboten. Gute Idee, denn die Natur im ewigen Eis ist so empfindlich, dass jede Störung eine Desaster wäre.
Leider sind die Briten mit diesem nationalen Irrsinn nicht allein, viele andere stehen in den Startlöchern. Und am Nordpol ist alles noch viel schlimmer, da konstruieren Dänemark, Russland, die USA, Kanada, Norwegen und noch ein paar andere Länder immer neue Quatsch-Argumente, um sich riesige Gebiete anzueignen. Die Russen haben ja neulich sogar per U-Boot eine Mini-Flagge in den Meeresboden unter dem Nordpol gerammt. Vielleicht können wir demnächst ja einen Unterwasser-Festlandsockel erfinden, der sich von Helgoland bis in die Südsee erstreckt - dann hätten wir endlich ein paar schön Badestrände. Das wäre doch mal was!

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