Montag, 29. Dezember 2008

HASTA LA VISTA, RATTE!


2008, das Jahr der Ratte im chinesischen Kalender, geht zu Ende. Es beginnt das Jahr des Büffels, also das Jahr der schweigsamen, fleißigen und geduldigen Menschen - jedenfalls, wenn man an chinesische Horoskope glaubt. Tue ich nicht, und deshalb muss ich auch nächstes Jahr weder schweigsam noch geduldig sein. 

Die Ratte an der Leine lebt übrigens in Tansania und ist eine ausgebildete Landminensucherin. Die Nagetiere sind dabei inzwischen mindestens so effizient wie Minensuchhunde - aber viel leichter abzurichten. Einige Ratten arbeiten inzwischen sogar in afrikanischen Krankenhäusern und schnüffeln aus Speichelproben Tuberkulose-Infektionen heraus. Das ist viel billiger und schneller als mit herkömmlichen Labortechniken. Wenn die Tierchen sich so weiter entwickeln, muss ich irgendwann noch anfangen, sie zu mögen. 

Nach Tansania führt auch meine erste Reise im neuen Jahr, schon im Januar geht es los. 

Aber jetzt wünsche ich allen erst einmal eine tolle Silvesterparty und einen gigantischen Start ins neue Jahr! Lasst die Büffel los!

Mittwoch, 17. Dezember 2008

BESUCH AUF DEM MUTTERSCHIFF

Mein Job ist es, unterwegs zu sein. Besuche in der ZDF-Zentrale sind deshalb selten. An meinem Geburtstag war es aber mal wieder so weit - als Gast im Mittagsmagazin, siehe Sendungsausschnitt. Hinter den Kulissen habe ich sogar noch Schaumwein, Kekse und Kaffee bekommen! Gar nicht so schlecht auf dem Mainzer Lerchenberg... video

Dienstag, 16. Dezember 2008

DIE FRISUR SITZT

Klar, wenn sich jemand mit so einer schrägen Windfrisur an mich ranschliche, würde ich wahrscheinlich genauso verwirrt gucken wie dieser Adelie-Pinguin. Aber was sollte ich machen? In Patagonien, genauer am Punto Tombo, wo die größte Kolonie dieser Pinguine außerhalb der Antarktis liegt, weht immer eine so stramme Brise, dass die Haare schnell aussehen wie ein alter Wischmopp. Gemeinerweise haben weder Regisseur noch Kameramann mir das gesagt, ich moderiere also die komplette Sequenz (ARTE, "Steffens entdeckt...", Ausstrahlungstermin kündige ich noch an!) im Sturmdesign. Aber wahrscheinlich wird eh niemand auf mich achten, denn ich liege da ja inmitten von ein paar hundertausend Pinguinen, die alle keine Stylingprobleme haben. 

Übrigens ist mir auch dort wieder passsiert, was langsam zu einer unangenehmen Gewohnheit wird: Beim Untersuchen der Tiere hat mir mal wieder eines mitten ins Gesicht gemacht. Aus Rache hätte ich ihm gerne ein Kalkei untergeschoben - ging aber nicht, Punta Tombo ist schließlich Naturschutzgebiet. Da hat der Kleine noch mal Glück gehabt!
Ansonsten: Danke an alle fürs Zugucken, die beiden ersten Folgen von "Faszination Erde" sind gut gelaufen! Weiter geht es im ZDF dann am 22. Februar mit einer Sendung über Neuseeland, am 01. März wird Tansania unser Thema sein. Und wenn ich nicht gerade Schokolade essend unterm Weihnachtsbaum liege, bin ich zur Zeit fleißig dabei, mein neues Buch zu schreiben. Vielleicht schaffe ich es ja dieses Mal, den vereinbarten Abgabetermin auch wirklich einzuhalten?

Freitag, 12. Dezember 2008


Danke an alle, die am vergangenen Sonntag unsere erste "Faszination Erde" eingeschaltet haben! Gute Quote, gute Laune - und hoffentlich geht das so weiter, denn übermorgen, Sonntag, also am 14. Dezember, folgt direkt die nächste Sendung. Natürlich wieder im ZDF und wieder um 19.30 Uhr. Und hoffentlich, hoffentlich, gucken wieder so viele Leute zu wie beim ersten Mal...

Dieses Mal klettere ich zwar nicht, wie in Alaska, in kalte Gletscherspalten, dafür aber auf dampfende Vulkane, es geht in dieser Folge nämlich um Indonesien. Alle drumherum Infos findet Ihr wieder unter http://www.faszinationerde.zdf.de/

Mittwoch, 3. Dezember 2008

MIT DEM ZWEITEN SIEHT MAN BESSER!


So, jetzt geht es tatsächlich los: Am kommenden Sonntag, 7. Dezember, um 19.30 Uhr, läuft die erste Folge der neuen Staffel "Faszination Erde", die ich als Nachfolger von Joachim Bublath moderieren durfte. Die zweite folgt dann direkt am Sonntag drauf, also am 14. Dezember, wieder um halb acht. In der ersten Sendung wird es um Alaska gehen, in der zweiten um Indonesien. Von beiden Expeditionen haben wir, finde ich jedenfalls, sehr spannende Geschichten mitgebracht. In Alaska haben wir uns mit den gewaltigen Grizzlys, riesigen Vulkanen, Wölfen, den schmelzenden Gletschern und der Geschichte der Inuit beschäftigt - und mit noch viel mehr. Also schön angucken!! War nämlich wirklich eine Menge Arbeit!
Die Folgen drei und vier werden dann im Februar laufen, ich gebe natürlich rechtzeitig Bescheid.

So langsam spricht sich ja rum, dass die Mediathek des ZDF wirklich ein ziemlich cooles Tool ist. Und "Faszination Erde" ist mit Vorberichten zur Sendung auch schon drin, u. a. gibt es dort Interviews mit mir und viele, viele Hintergrundinfos. Deshalb lohnt sich der Klick auf http://www.faszinationerde.zdf.de/

Montag, 1. Dezember 2008

HIER AB VIER


Heute bin ich bei Kollegin Katrin Huß (Foto) zu Gast. Die moderiert beim MDR die Sendung "Hier ab vier" und wird mit mir über Tierfilme, Tierbücher und meinen neuen Job beim ZDF plaudern. Wer Lust hat einzuschalten: MDR! Ab 16.00 Uhr.

Donnerstag, 13. November 2008

GEHT DOCH!


Das Foto habe ich heute morgen geschossen - und genauso gut ging es den ganzen Tag weiter. Der Dreh in Argentinien läuft prima, gestern habe ich Kondor-Küken gefüttert und heute vor der Halbinsel Valdez ein Rendevouz mit Walen genossen. Besser geht es kaum, da fühlt sich mein Beruf mal wieder richtig gut an. Vor allem, weil es hier in Patagonien auch gute Nachrichten für die Natur gibt: Die Glattwale, zu denen auch die Südlichen Glattale vor Valdez gehören, waren früher die von allen Walarten am stärksten bejagten, auf Englisch heißen sie daher "Right Wales", also "richtige Wale", denn das war es, was die Walfänger riefen, wenn sie so ein Tier sahen. Sie waren die "richtigen", denn sie waren zutraulich und leicht zu töten und folglich auch die ersten, die nahezu ausgerottet waren. Zum Glück wurden sie dann bereits in den 1930ern unter strengen Schutz gestellt. Resultat: Vor Valdez leben heute zehn Mal so viele Wale wie damals, insgesamt ungefähr 5.000. Auch weltweit ist der Bestand relativ stabil. Das zeigt: Es geht doch! Artenschutz funktioniert wirklich! Man muss es halt nur wirklich wollen...

Samstag, 8. November 2008

FUSSBALLFELDER


Ungefaehr alle 12 Sekunden verschwindet ein Stueck Amazonasregenwald in der Groesse eines Fussballfeldes. Wird einfach platt gemacht, um Platz fuer Sojamonokulturen, Rinderweiden oder andere Zwecke zu machen. Alle 12 Sekunden! Tag fuer Tag, rund um die Uhr. Meistens durch Brandrodung, wie auf dem Foto. Dabei werden gigantische Mengen Kohlendioxid freigesetzt, die vorher in den Baeumen gespeichert waren. Deshalb zaehlt das nur duenn industrialisierte Brasilien auch zu den groessten Treibhausproduzenten der Welt. Noch steht etwa 80 Prozent des Regenwaldes - und damit das so bleibt, sollten wir auf absurd billige Milch, billiges Fleisch und unlizensierte Tropenhoelzer verzichten. Waere doch echt schade, wenn wir in einigen Jahren keine tollen Amazonas-Dokus mehr gucken koennten, sondern nur noch Filme ueber Muecken und Kakerlaken. Ausgerechnet diese Arten sind naemlich ueberhaupt nicht vom Aussterben bedroht.
Ansonsten: Morgen geht es weiter, von Brasilien rueber nach Argentinien, an die patagonische Kueste. Endlich nicht mehr schwitzen! Und keine Moskitos!! Yesssss!!!

Mittwoch, 5. November 2008

KINSKIS BOOT


Dieses Foto muss ich natuerlich noch nachliefern: Damit fahren wir auf dem Rio Negro rum. Komme mir schon ein bisschen vor wie der irre Kinski in Fitzceraldo...

FEIERABEND


Das Team im Rio Negro mit Bier und Boot: Die Hitze im Amazonasgebiet ist wirklich brutal. Hoehepunkt des Tages ist deshalb sein Ende. Feierabend. Wenn die Sonne endlich, endlich untergeht und es zumindest ein halbes Grad kuehler wird, goennen wir uns ein Bad im Fluss. Es gibt hier zwar Piranhas, Zitteraale, fiese Stachelrochen und noch fiesere Candirus, die da rein schwimmen, wo es besonders weh tut - aber wenn man so viel schwitzt wie wir, kann man irgendwann einfach nicht widerstehen und muss rein in den Fluss. Zum Glueck haben wir auch einen Kuehlschrank an Bord unseres Flussdampfers im Fitzceraldo-Stil. Das sind dann Momente echten Gluecks! Ansonsten laeuft der Dreh prima, ich konnte schon mit Manatis und Amazonas-Flussdelfinen kuscheln. Und ich habe immer noch keinen neuen Parasiten. Obwohl es seit ein paar Stunden wieder so komisch rumort in meinem Bauch...

Sonntag, 26. Oktober 2008

KURZJAHR


Ja, ja, sie ist ja soooo süüüüüß, die Kleine auf meinem Arm! Ich liebe sie ja auch. Aber sie hat mir kurz nach Aufnahme dieses Fotos vom Baum aus auf den Kopf gekackt. Und ich hatte wie immer gerade den Mund offen.... Resultat: Ein schöner kleiner Parasit in meinem Darm, der mich ganz schnell ganz viel dünner gemacht hat. Aber jetzt habe ich die richtige Pille und lasse die Mitesser sterben! Ansonsten gibt es viel Neues: Der Antrittsbesuch in der Senatskanzlei in Hamburg ist absolviert, jetzt bin ich ganz offiziell Honorarkonsul der Republik Palau in Deutschland. Mit Urkunde und fast-diplomatischem Status.
Außerdem ist jetzt ebenfalls offiziell: Ich darf als Nachfolger von Joachim Bublath im ZDF künftig die ganz und gar großartige Sendung "Faszination Erde" moderieren. Los geht es am 7. Dezember um 19.30 Uhr mit einer Doku über Alaska. Unbedingt angucken!
Und ansonsten geht in zwei Stunden mein Flieger nach Brasilien, ab in die Amazonas-Sümpfe. Da kann ich mir dann auch gleich einen neuen Parasiten mitbringen :-(
Vom Amazonas fliegen wir direkt weiter nach Patagonien und drehen dort dann noch eine Folge für die ARTE/ZDF-Reihe "Steffens entdeckt...". Und danach ist Dezember und ich werde mindestens vier Wochen meine Wohnung nicht verlassen!!! War soviel unterwegs, dass ich von dem Jahr 2008 kaum etwas gemerkt habe. Oder war das kürzer als all die anderen?

Freitag, 10. Oktober 2008

ZUHAUSE BEI TEUFELS

Gestern waren wir in der Hoelle. Wirklich! Mitten drin! Dampf, Hitze und alles stinkt ganz schlimm nach Schwefel. Fehlte eigentlich nur noch der Typ mit dem Pferdefuss. Wir haben Arbeiter begleitet, die im Vulkan Ijen auf Java Schwefel ernten - und zwar aus dem Krater eines ziemlich grossen Vulkans. Dort rauscht der Schwefel als Dampf aus der Erde und die armen Kerle brechen ihn dann, nachdem er erkaltet und ausgehaertet ist, in Brocken ab. 100 Kilo-Koerbe schleppen sie dann aus 2400 Meter Hoehe ins Tal und kassieren dafuer nur lumpige 5 Cent pro Kilo. Dafuer stehen sie jeden Tag in der Hitze und atmen diese giftigen, aetzenden Daempfe ein. Die meisten haben Lungenkrankheiten und sterben frueh. Ich habe das nur einen halben Tag mitgemacht und habe danach nur noch gekeucht und gehustet. Ausserdem kriege ich jetzt, glaube ich, eine Chlorakne. Sieht doof aus. Aber immerhin: Ich durfte wieder weg, die Arbeiter muessen jeden Tag da rein. Schlimm!

Sonntag, 5. Oktober 2008

WALDMENSCHEN

Unser Neuseeland-Dreh ist gut gelaufen, alles im Kasten. Koennen dann alle irgendwann Anfang naechsten Jahres im ZDF angucken, den genauen Sendetermin blogge ich rechtzeitig. Vom Kiwi-Country sind wir direkt weiter nach Indonesien geflogen, wo ich gerade angekommen bin. Kann Jetlag eigentlich chronisch werden? Na egal, es warten Vulkanbesteigungen, Tauchgaenge, Hoehlenexkursionen und natuerlich Orang Utans auf mich. Jipiieh! Orang Utan heisst uebrigens so viel wie Waldmensch. Mal sehen, ob ich da neue Freunde finde.
So langsam frage ich mich uebrigens jeden Tag beim Aufwachen, wo ich eigentlich gerade bin. Wenigstens gibt es in Indonesien kein Vegemite. Dafuer jetzt jeden Tag Nasi Goreng. Schon zum Fruehstueck.

Donnerstag, 25. September 2008

CLOSE YOUR EYES...


Vor der Hochzeitsnacht soll den Bräuten im viktorianischen Britannien von ihren Müttern oft der deprimierende Rat mit auf den Weg ins Schlafzimmer gegeben worden sein: "Close your eyes and think of England!" Dem ehelichen Miteinander waren solche Empfehlungen sicherlich nicht besonders zuträglich - dem Empire aber schon, denn einer unbestätigten Theorie zufolge war es diese sprichwörtliche englische Sinnenfeindlichkeit, die vielen Briten den Dienst in den Kolonien als das kleinere Übel erscheinen ließ. Leider haben sie ihre Ernährungsgewohnheiten nicht genauso zurück gelassen wie ihre Ehefrauen. Und so kommt es, dass ich heute morgen auf meinem Frühstückstisch in Neuseeland mal wieder sinnenfeindliches Vegemite vorgesetzt bekam. Das zeugt schmeckt wie vertrocknetes Maggi und ist enorm beliebt. Es braucht wohl noch viele Jamie Olivers, bis sich da etwas ändert. Brrrrrr. Dem Kollegen im Hintergrund konnte ich das Zeug auch nicht aufschwatzen. Dafür gehen wir jetzt gemeinsam Kiwis filmen - halb blinde, flugunfähige Vögel, die es trotz ihrer anatomischen Unzulänglichkeiten geschafft haben, das Wappentier Neuseelands zu werden.

Donnerstag, 11. September 2008

KITSCHKÖNIG

...und ach ja: Das neue Bambi-Kitschbild! Ist das nicht unglaublich schlimm? Sieht aus, als sei ich ein Freund von Florian Silbereisen und wollte dem uninteressierten Kitz einen Heiratsantrag machen - peinlich, peinlich.

LÖWENPANNE


Eigentlich sollten wir ja noch zwei weitere Wochen in Afrika drehen, aber das war nix: Die Löwen, denen wir unsere Sendehalsbänder umhängen wollten, haben sich zu gut versteckt. Da ist es wohl schlauer, es nächstes Jahr noch einmal zu versuchen. Außerdem haben wir reihenweise unsere Geländewagen im Sumpf versenkt, da der Caprivi-Streifen in Namibia in diesem Jahr besonders viel Wasser führt. Auf dem Foto rettet unser Team gerade die Drehausrüstung aus dem Landrover - dabei war das noch die glimpflichste Panne von allen: Keine schlechtgelaunten Elefanten in der Nähe vor denen wir hätten weglaufen müssen und die Krokodile haben sich auch nicht blicken lassen.
Jetzt habe ich also unverhofft eine kurze Pause bevor es dann nach Neuseeland und Indonesien geht. Hoffentlich haben wir dort mehr Glück...

Sonntag, 24. August 2008

VON ALASKA NACH AFRIKA


Genau eine Nacht daheim in Hamburg und schon geht´s weiter: In Afrika drehen wir in den kommenden vier Wochen zwei weitere Folgen für die Arte-Reihe "Steffens entdeckt...", womit wir dann bereits fünf von insgesamt zehn Folgen fertig haben werden. Zunächst düsen wir nach Namibia, in den Caprivi-Streifen, wo wir vom Abschuss gefährdete Geparden einfangen und in die Sicherheit eines Nationalparks verfrachten wollen. Danach stehen noch Sambia, Mozambique und Zimbabwe auf dem Reiseplan. Wahrscheinlich freuen sich mal wieder alle Parasiten, Bakterien und Viren im gesamten südlichen Afrika auf meinen Besuch. Und irgendwie freue ich mich auch, wir sind ja inzwischen alte Bekannte...
Am Montag läuft übrigens im ZDF, 15.15 Uhr, die neue Staffel der Zoo-Serie "Tierisch Kölsch" an - und ich bin mit dabei. Schön reinzappen!

Dienstag, 19. August 2008

BÄRENBEISSER

In Alaska geht gerade die Zeit der großen Lachswanderung zu Ende, wir sind gerade noch rechtzeitig gekommen, um die Grizzlybären beim Powerfishing zu beobachten. Mit dem Wasserflugzeug ging es morgens raus auf einen See und dann zu Fuß weiter, einem Flusslauf folgend. Nachdem ich es durch unsachgemäße Handhabung des Bären-Abwehrsprays geschafft hatte, meinen Kameramann einseitig erblinden zu lassen, fanden wir uns plötzlich auch noch in der Mitte von fünf Grizzlys wieder, die in Alaska auf Grund des fetten Lachsfutters so groß und stark werden wie nirgendwo sonst - 600 Kilo sind kein Problem. Da standen wir dann, gefangen, der Kameramann den Kopf im Fluss und ich hilflos mit dem Spray in alle Richtungen fuchtelnd. Fast eine Stunde lang. Und als wir dann irgendwann doch noch weiter ziehen konnten und mit dem Rest des Teams zusammentrafen, hatten die Grizzlys meinen Rucksack geplündert und meine Klamotten zerfetzt. Jetzt renne ich mit ärmellosem Fleece herum. Da freue ich mich doch auf die Rentiere, die wir morgen treffen - die sind nämlich Vegetarier und mögen bestimmt auch keine Thermojacken.

Samstag, 9. August 2008

VON KÖLN NACH ALASKA

Die ZDF-Zooserie "Tierisch Kölsch" ist abgedreht, die Auftaktsendung mit mir als Aushilfstierpfleger läuft am 25. August um 15.15 Uhr im Zweiten. 40 Folgen sind es insgesamt, jeweils montags bis freitags, und zwei Mal in jeder Woche werde auch ich dabei sein. Die Arbeit im Zoo war toll, auch wenn jetzt alle meine Klamotten nach Paviankacke, Seehundkot oder Zebrapipi riechen. Tierpfleger zu sein heißt nämlich in erster Linie: Ausmisten! Es macht sich ja keiner eine Vorstellung davon, wie viel Mist so ein Zoo jeden Tag produziert. Unglaublich!
In der kommenden Woche dann wieder eine richtige Expedition, dieses Mal aber im Schnelldurchlauf. Alaska in weniger als zwei Wochen, inklusive Vulkanbesteigung, Helikopter-Dreh, Kanu-Erdkundungsfahrten, Bären-Treffen, Hundeschlittentour und vielem, vielem mehr. Und natürlich - hoffentlich!! - auch wieder mit Elchen! Genug Stoff für mindestens zwei Monate Power-Travelling also - aber beim Fernsehen muss ja immer alles ganz, ganz schnell gehen, deshalb werden wir im Turbotempo durchs Land düsen.
Nachdem Grönlands Mücken mich zweieinhalb Wochen ausgesaugt haben, konnte ich in Köln immerhin wieder genug Blut bilden, um nun auch die Moskitos in Amerikas hohem Norden mit Futter zu versorgen. Kann mir irgendjemand erklären, warum die immer mich stechen?

Freitag, 1. August 2008

BETEN HILFT?

Zurück von Grönland - zum Glück zeigte sich der Polarsommer von seiner schönsten Seite, das Thermometer meldete nie weniger als 0 Grad, tagsüber wurde es manchmal sogar richtig gemütlich, bis 15 Grad warm. Eiderenten, Moschusochsen und Walrosse - wir waren ganz dicht dran.
Dafür lief die Anreise weniger glatt: Von Akureyri auf Island wollten wir mit einer zweimotorigen Dash-8 nach Daneborg auf Grönland übersetzen. Aber das war nicht so einfach, denn als ich nach ungefähr einer halben Flugstunde mal links aus dem Fenster guckte, musste ich feststellen, dass der Propeller gerade aufhörte, sich zu drehen. In 3.000 Meter Höhe. Acht Passagiere an Bord, zwei Piloten, eine Stewardess. Wir mussten kehrtmachen, Richtung Island, und versuchen, den Abflughafen zu erreichen. Als ich mich gerade damit abgefunden hatte, rief die Stewardess: "Kein Grund zur Beunruhigung, dieses Flugzeug fliegt auch mit einem Motor. Hat man mir gesagt. Aber ich glaube, es wäre besser, wenn wir jetzt alle beten." Mir ist bis heute nicht ganz klar, ob das wirklich nur ein Witz war.
Aber wir sind zurück nach Akureyri gekommen, das Flugzeug wurde repariert und wir flogen dann doch noch nach Daneborg und später mit einem Kleinflugzeug auf unsere Basisstation "Zackenberg" (siehe Foto). Als wir übrigens zweieinhalb Wochen später wieder in Akureyri waren, gab es wieder eine Notlandung auf dem Flugfeld. Es war wieder die Dash-8, mit der auch wir schon Pech gehabt hatten. Sie landete wieder mit nur einer laufenden Maschine, dieses Mal war das rechte Triebwerk kaputt. O man!
Ab Sonntag drehen wir übrigens wieder für die ZDF-Reihe "Tierisch Kölsch" im Kölner Zoo. Bis einschließlich Freitag, dann ist die Serie fertig und wird ab Ende August ausgestrahlt. Und in der kommenden Woche steht außerdem schon wieder eine Expedition an, dieses Mal nach Alaska. Da soll es noch mehr blutgierige Mücken geben als auf Grönland. Mist!

Samstag, 12. Juli 2008

ARSCHKALT

Montag morgen Abflug: Über Island wollen wir die Zackenberg-Station im Nordosten Grönlands anfliegen. Die gute Nachricht: Moschusochsen, Walrosse, Eisbären, vielleicht auch Wale warten dort auf uns. Die schlechte: Es ist für diese Jahreszeit noch ungewöhnlich vereist, manchmal auch noch sehr kalt. Wir werden in Zelten schlafen und wie ich mein Pech kenne, werde ich meines mit einem schnarchenden Polarforscher teilen müssen, der auch sonst kein schöner Anblick und eine olfaktorische Zumutung ist. Man hat es nicht immer leicht - ich hoffe nur, der Schlafsack hält, was sein Etikett verspricht: Einsetzbar bis minus zehn Grad. Brrrrrr. 17 Tage auf der Station, ohne Telefon, Email und Espressomaschine - das wird hart.

Montag, 7. Juli 2008

BAMBI KÜSST FROSCH: KEIN PRINZ!

Fast zwei Wochen in Kanada, dann vier Tage Israel und morgen früh geht es schon wieder nach Köln, am kommenden Montag dann für 17 Tage auf eine Forschungsstation nach Grönland - da bleibt kaum Zeit für den kleinen Blog zwischendurch. Die ARTE-Reihe über Nationalparks dreht sich jedenfalls schön, der Banff- und der Jasper-Nationalpark in Kanada haben unserem Kameramann Tränen der Begeisterung in die Augen getrieben. Grizzly-Bären, Schwarzbären, Elche, Wapitihirsche, gewaltige Gletscher, schneebedeckte Gipfel auf 3.500 Meter, in den Tälern blitzblaue Seen und knallgrüne Wälder. Fett, fett, fett, dagegen sehen sogar die Komikidyllen aus den alten Heidifilmen noch untertrieben aus. Persönliches Highlight: Knutschen mit Bambi! Das kleine Rehkitz auf dem Foto habe ich eigenhändig aus einem Tierwaisenhaus in sein neues Wildgehege bringen dürfen. Zum Dank dafür hat es mich geküsst! Und wenn alles gut läuft, darf Bambi in zwei, drei Jahren zurück in die richtige Wildnis! Ich drücke die Daumen!

Donnerstag, 19. Juni 2008

ZUHAUSE BEI BÜFFELKOWSKI

Die Löw-Kicker gegen Polen. Unser Kamerateam, vier Deutsche, hockt verängstitgt zwischen lauter enthusiasmierten polnischen Patrioten in einer Kneipe in der ostpolnischen Provinz und guckt Fußball. Vorsorglich geben wir allen Umsitzenden Bier aus und behaupten wahrheitswidrig, auch Polen den Sieg zu gönnen. Diese Vorsicht zahlt sich aus, der Abend verläuft harmonisch und hat, von leichten Kopfschmerzen am nächsten Morgen abgesehen, keine schädlichen Nebenwirkungen.
Am aufregendsten in Polen war natürlich die Wisent-Pirsch im äußersten Osten des Landes, an der Grenze zu Weißrussland. Die Wisente sind sozusagen die europäische Variante des aus zahllosen Indianerfilmen bekannten US-Bison-Modells. Genauso groß, genauso zottelig, aber eben nicht in der Prärie, sondern im europäischen Mischwald unterwegs. Einige Tiere haben Halsbänder mit Funkgeräten, so konnten wir sie lokalisieren und filmen. Nahaufnahmen haben wir dann auf einer Zuchtstation nachgedreht. Die Viecher sind wirklich urig. Ich bin froh, von keinem auf die Hörner genommen worden zu sein. Grund zum Böse sein hätten sie: Sie waren bereits ausgerottet - so um 1920 wurde das letzte Exemplar erschossen - konnten dann aber aus einigen Zootieren nachgezüchtet und wieder angesiedelt werden. Heute leben im polnischen Teil des Bialowieza-Nationalparks schon wieder einige hundert Exemplare.
Viel zahlreicher ist eine andere Tierart im Narew-Gebiet, einem sumpfigen Binnendelta, in dem man wirklich nicht Frosch sein möchte, weil es dort nämlich so ungefähr 15.000 Storchenpaare gibt, das entspricht zehn Prozent der Weltpopulation. Auf fast jedem Bauernhofdach und Telefgrafenmast brüten die Vögel. Unglaublicher Anblick. Einheimische und Touristen freuen sich über die klappernden Zugvögel. Nur die Frösche dürften anderer Meinung sein und Polen neben Frankreich als No-Go-Area ansehen.
Dann gab es noch drei Tage Dreh im Kölner Zoo, im Auftrag des ZDF, zu sehen im TV ab Ende August.
Und morgen früh - ganz früh! - geht es schon wieder weiter: Eine Expedtion durch Kanada, auf der Suche nach den Grizzlys. Anfang Juli bin ich zurück - und wenn die Bären nicht alle Kabel abkauen, melde ich mich auch von unterwegs.

Mittwoch, 4. Juni 2008

WILDES POLEN

In einer Stunde kommt das Taxi, dann zum Flughafen und ab Richtung Polen, an die Grenze zu Weißrussland. Der erste Drehtag für unsere neue ARTE/ZDF-Dokumentationsreihe "Steffens entdeckt...". Heute und in den kommenden zwei Wochen entdecke ich den letzten Urwald Europas, also die einzige Region auf unserem Kontinent, die noch so aussieht, wie es wohl mehr oder weniger überall in Europa aussehen würde, wenn es keine Menschen gäbe. Bialowieza sieht aus wie ein Zauberwald, voller Moos, Farne und feuchtem Waldduft. Bären, Wölfe, Wisente (riesige Urviecher, sozusagen die europäische Variante des amerikanischen Bisons, siehe Foto) sowie weitere 12.000 (!) Tierarten streifen durch den Urwald. Bialowieza ist die erste Station unserer Reihe über großartige Nationalparks auf der Welt. Und weil man heutzutage ja sogar hoffen darf, mitten im Urwald einen vernünftigen DSL-Anschluss vorzufinden, hoffe ich, von unterwegs weiterbloggen zu können...

Mittwoch, 28. Mai 2008

FIESES ANGEBOT

Sylt ist ja echt eine prima Insel: Meer, Strand - und am vergangenen Wochenende sogar noch Sonne dazu! Toll! Da radelt man dann durch die Dünen nach List - bis der kleine Hunger kommt. Also Stopp bei der vielleicht berühmtesten Fischbrötchenbude Deutschlands: Bei Gosch. Und dann wird man stinkesauer, denn die preisen da doch tatsächlich Haifilets an! Da dachte man, so langsam hätte nun auch der langsamste Merker mitbekommen, dass Haie kein Futterfisch sind, da viele Arten vom Aussterben bedroht sind und im Ökosystem Meer eine besonders wichtige Rolle spielen. Und dann verscherbelt ausgerechnet diese Nobelfischbude, die Filialen im ganzen Land hat, Haifilets! Liebe Goschs: Bitte, bitte, verkauft keine Haie mehr, denn bedrohte Arten gehören nicht auf den Teller! Ihr würdet es doch auch komisch finden, wenn die Frittenbude nebenan plötzlich Tiger-Steaks anbieten würde, oder?
Wer mithelfen möchte, die Haie zu schützen, kann dem Hai-Bräter unter www.gosch.de verbal mal was auf die Flossen geben. Vielleicht - hoffentlich! - hilft es ja...

Montag, 19. Mai 2008

EASY GOING

Alii! So sagt man in Palau "Hallo" und von dort bin ich jetzt zurück in Hamburg, friere und wundere mich, warum hier eigentlich so viele Leute Krawatten tragen. Die machen nicht schlau, sehen nicht gut aus und hängen außerdem immer ins Essen. Und der Kanzlerin würde eine Muschelkette zum Hosenanzug bestimmt auch nicht schlecht stehen. Zumindest modisch können wir von Palau also eine Menge lernen!
Als Beweis kann der Mann auf dem Foto herhalten: Das ist der Präsident der Republik Palau. Ein Typ mit Hawaiihemd, Spiegelsonnenbrille und Muschelkette. Und der Mann, mit dem ich (siehe unten) vor zwei Wochen eine Motorradtour gemacht habe. Das Bild zeigt uns bei meiner Ernennung zum Konsul, formeller als so wird es in Palau fast nie. Immerhin: Wir hatten lange Hosen und Schuhe an, das ist für dortige Verhältnisse schon der Gipfel der Steifheit. Paradiesisch!

Sonntag, 11. Mai 2008

ROCKERPRÄSIDENT

Palau ist mal wieder klasse - abgesehen von diesem doofen Sturmtief, das seit über einer Woche auf unseren Köpfen sitzt und unfassbare Regenmassen auf uns niederprasseln lässt. Zum Glück ist das beim Tauchen relativ egal, da wird man ja eh nass.

An einem ausnahmsweise trockenen Tag war ich mit dem Präsidenten der Republik Palau verabredet - zu einer Motorradtour. Davon habe ich schon viele gemacht, aber so eine noch nie: Der Präsident des Landes ist nämlich auch Präsident des einzigen Motorradclubs von Palau, was, wie er betont, "deutlich mehr Spaß macht und auch länger funktioniert" als sein Amt als erster Mann im Staat. Sein  Motorradclub hat genau zwölf Mitglieder - das sind alle Motorradfahrer des Landes. Es ist ein reiner Harley Davidson Club. Und als ich morgens um acht beim Präsidenten zuhause ankomme, leiht er mir die Harley seines Bodyguards. Der muss auf eines der Polizeimotorräder umsteigen, die natürlich auch auf Beschluss der zweiradverliebten Regierung angeschafft worden sind. Es war eine tolle Tour: Ein Wagen mit Blinklicht vorneweg, der Begleittross sperrt alle Kreuzungen ab, die wir passieren (es gibt in ganz Palau vielleicht ein halbes Dutzend davon.) und nach höchstens fünf Minuten hat der Präsident bereits alle Verkehrsregeln gebrochen, die ich kenne. Am Präsidentenpalast angekommen schlüpft er aus Bikerstiefeln und Lederjacke in seine spießige Amtskluft, erledigt ein paar Regierungsgeschäfte und zwei Stunden später brausen wir weiter. Insgesamt haben wir gut 50 Kilometer zurückgelegt - und damit nahezu das gesamte Straßennetz des Staates komplett abgefahren. Was habe ich dabei gelernt? Ich will auch Präsident werden, dann muss ich nie mehr Knöllchen zahlen...

Dienstag, 29. April 2008

JETZT ABER SCHNELL LOS,

sonst verpasse ich noch meinen Flieger nach Palau. Und da ich mit Präsident und Botschafter verabredet bin, wäre das natürlich doof. Auf dem Foto sieht man mich übrigens vor dem Capitol in der neuen Hauptstadt Melekeok. Die Stadt hat eigentlich keine Einwohner, weil das Capitol völlig sinnfrei irgendwo in die Pampa gebaut wurde - man hatte es halt dem Stamm, der den betreffenden Bundesstaat dominiert, irgendwann mal versprochen. Und jetzt steht da also mitten im Nichts dieses viel zu große Ding. Der ganze Staat hat ja weniger als 20.000 Einwohner, da hätte es doch auch eine Nummer kleiner sein dürfen, oder? Und die Säulen sind auch nicht aus Marmor. Fühlt sich an wie Gips. Oder irgendein Kunststoff. Na ja, bei uns wird ja auch viel Mist gebaut.
Ich düse jetzt jedenfalls los, hoffe, von unterwegs mal bloggen zu können, damit meine kleine Site nicht völlig verödet. Wer zwischendurch was lesen will: Unter diesem link gibt es Reiseberichte von der Regenwaldexpedition: www.dirkimregenwald.de

Montag, 21. April 2008

HIER GEBLIEBEN

Ich bin Vielflieger und Tierfilmer. Doch für das neueste Vox-Projekt habe ich mal was ganz anderes gemacht - man soll ja immer flexibel bleiben: Ich bin zwar zum Flughafen gefahren, dann aber nicht eingestiegen. Und Tiere habe ich dieses Mal auch keine gesehen. Unser Pilotprojekt heisst "Hello & Goodbye" und wird am 24. April um 23.10 Uhr auf Vox ausgestrahlt. Es geht um außergewöhnliche Geschichten von Menschen, die am Flughafen Abschied nehmen müssen oder sich nach langer Zeit wiedersehen. Es war toll, all diesen Leuten zuhören zu können und auch nicht schlecht, abends wieder nach Hause zu düsen. Aber jetzt kann ich bereits alle deutschen Flughäfen am Geschmack erkennen und brauche eine kleine Pause - ich freue mich auf die nächste Expedition nach Palau, aufs Tauchen und die Haie! Hier gibt es ein paar Infos zu "Hello & Goodbye": www.vox.de

Donnerstag, 17. April 2008

NEUES AUS PALAU

Der kleine Inselstaat Palau ist ja mein absolutes Lieblingsland. Umso schöner, dass nun die nächste Reise dorthin bevorsteht. In zwölf Tagen geht es ab in die Südsee, zu den - wie ich finde - schönsten Tauchspots der Erde. Korallen, Höhlen, Haie, Wracks: Alles was das Taucherherz begehrt. Spannender als meine Verabredung mit den Haien ist allerdings noch die mit dem Präsidenten von Palau. Der hat mich nämlich vor einiger Zeit zum Honorarkonsul der Republik Palau berufen - und das werden wir in zwei Wochen vor Ort gemeinsam feiern. Jetzt fehlt nur noch (unsere Behörden...) die Anerkennung von deutscher Seite, dann bin ich so eine Art Aushilfsdiplomat und kann mich für den Umweltschutz in Palau auch ganz offiziell einsetzen. Und das heißt im Falle Palaus natürlich: Schutz der Riffe und Meere. Wie toll, wenn notwendige Arbeit und riesiger Spaß so gut zusammen passen! In einem perfekten Leben wäre es wohl immer so !?

Montag, 14. April 2008

NACHGEGUCKT

Hier noch ein kleiner link für alle, die TV-Total nicht gucken konnten: www.dirkbeistefan.de
Da ist das Gespräch mit Stefan Raab nochmal in voller Länge zu sehen. Es ging um komische und hässliche Tiere - also ganz andere, als das auf dem Foto: Ein weißes Löwenbaby!

Sonntag, 13. April 2008

BORSTENTIER

Dieses Foto ist von mieser Qualität, aber es ist auch nur mit einem Handy aufgenommen worden - in Flockes Schlafzimmer, in der Nacht, bevor sie am Dienstag der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Mit Flocke-Ziehvater Horst "Mausi" Maussner durfte ich ganz, ganz exklusiv dort hinein und Flocke in den Schlaf kraulen. Die Kleine ist so unglaublich süß!!!! Allerdings wog sie an dem Tag bereits 21,2 Kilogramm und benimmt sich schon manchmal so, wie es dem größten Landraubtier der Erde - das sind die Eisbären! - geziemt. Sie beißt und kratzt und übt sich in Scheinangriffen. Unglaublich, wie stark dieses Bärenmädchen schon ist. Beim Kraulen merkt man dann schnell, dass das Fell überhaupt nicht so weich und flauschig ist wie es aussieht. Das hat einen Grund: Eisbärhaare sind innen hohl, sie sind also so aufgebaut wie kleine Strohhalme - das verbessert die Isolation in der eisigen Nordpolarregion. Der Preis dafür: Das Fell fühlt sich nicht mal annähernd so an wie ein schnuckeliges Lammfell, eher wie ein borstiger Hausbesen. Und wusstet Ihr eigentlich schon, dass Eisbären unter ihrem weißen Fell richtig schwarze Haut haben?
Das Flocke-Kraulen war für mich jedenfalls das Größte - dass danach auch meine erste große Livesendung beim ZDF 45 Minuten lang nahezu pannenfrei ablief, war zwar auch schön, aber fast nur noch Nebensache, denn mein persönliches Highlight war ganz klar der Abend mit Flocke!!!!
Außerdem dachte ich, man müsste mal ein neues Startfoto in meinen Blog einfügen. Das Tarnzelt ist also weg, dafür jetzt ein Rosa Delfin. Davon gibt es nur noch 200 Tiere auf der Welt, alle in dem schmuddeligen Hafenwasser vor Hongkong. Überlebenschancen? Ziemlich mau....

Samstag, 5. April 2008

MEHR BIER!

Seit gestern abend laufen die WWF-Krombacher-Werbespots im Fernsehen. Schon komisch, so viel Aufwand für so wenige Sekunden. Im Vergleich zur Werbung ist ja sogar Fernsehmachen richtig easy.
Ansonsten stehe ich mir zur Zeit jeden Tag die Beine auf deutschen Flughäfen in den Bauch, weil wir die Pilotsendung für ein neues Fernsehformat drehen. Menschen am Airport. Ziemlich spannend, aber auch ziemlich anstrengend. Würden wir das noch ein paar Wochen machen, würde der inndeutsche Flugverkehr wahrscheinlich zusammenbrechen: Alle Menschen würden die Flughäfen meiden, um meinen Fragen zu entgehen! Da ist so eine gepflegte Expedition in den Urwald doch vergleichsweise spaßig!
Und nicht vergessen: Dienstag ist Flocke-Tag! Um 15.15 Uhr im ZDF!

Montag, 31. März 2008

I LOVE FLOCKE!

Flocke, supersüßes Eisbärmädchen, wohnt im Tiergarten Nürnberg und ist zur Zeit der unumstrittene Star der Tierszene. Deshalb wird der kleine Wonneproppen jetzt auch gebührend gefeiert - und ich darf mit dabei sein! Am 8. April läuft ab 15.15 Uhr auf dem ZDF eine Live-Sondersendung mit, für, über und wegen Flocke. Ich darf zwar Moderator der Sendung sein, werde aber natürlich neben so einem Superstar wahrscheinlich keinerlei Beachtung finden. Egal, Dabeisein ist alles! Also schööööön einschalten! Und vorher hier schlau machen: www.eisbaer.nuernberg.de

Montag, 24. März 2008

BACKSTAGE

Bald geht es los: Im April läuft die neue WWF-Krombacher-Regenwald-Kampagne mit vielen Werbespots im Fernsehen an. Mit dabei: Günter Jauch und Rudi Völler. Die Spots selbst sind noch total geheim und ich darf sie noch nicht zeigen - aber einen kleinen Blick hinter die Kulissen, der ist erlaubt. In diesem kleinen Filmchen kann man einen Eindruck davon gewinnen, wie die Werbespot-Produktion in Zentralafrika abgelaufen ist, als ich meinen Part zu der Kampagne gedreht habe. Ist halt ein tierischer Job...
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Sonntag, 23. März 2008

STIRB, OSTERHASE!

In Australien freut sich kaum jemand auf den Osterhasen, die Langohren sind down under nämlich ein eingeschleppter Schädling, dessen Bekämpfung teilweise kriegsähnliche Zustände zeitigt. Doch der Aussie ist nicht dumm und hat für die eiersuchwilligen Kinder ein Ersatztier an den Start gebracht: Den Kaninchennasenbeutler! Hat Ohren wie ein echter Hase und gibt es inzwischen auch aus Schokolade! Willst Du mehr wissen, guckst Du hier: www.wdr.de/radio/wdr2/sonntag/465845.phtml

Mittwoch, 19. März 2008

LET´S TALK ABOUT SEX - LATER!

Kleine Verschiebung: Die Sendung TV TOTAL, bei ich total mitmache, wird erst am 02. April ausgestrahlt. Und dann ist mir gerade noch ein schöner Spruch von Luther Burbank untergekommen:
"Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu sortieren."
Genau!

Montag, 17. März 2008

LET´S TALK ABOUT SEX

Der nächste Show-Auftritt droht: Am 27. März werde ich bei "tv total" zu Gast sein und mit Stefan Raab über das reden, was die Welt im Innersten zusammenhält: Sex! Sex von (nicht: mit!) Tieren, denn da gibt es die seltsamsten Geschichten. Beispiel gefällig? Okay: Bei Kraken ist einer der Greifarme, zumindest bei den Männchen, ein Penisarm, der bei Gelegenheit in die entsprechende Öffnung des Weibchens eingeführt wird. Versteckt sich die glitschig-flexible Frau Krake aber unerreichbar in einer Felsspalte, greift ER zu einem schmerzhaften Trick: Er reißt sich den Penisarm aus, der schwimmt dann ganz alleine Richtung Weibchen und tut dort, was ein Mann tun muss. Der Krakenkerl überlebt diesen selbstlosen Einsatz übrigens, wenn auch ein bisschen verstümmelt. Zur Zeit fragt sich die Wissenschaft, ob der verlorene Arm nachwächst. Es wäre dem Tier zu wünschen!

Donnerstag, 13. März 2008

NACHSPIELZEIT

Das letzte St. Pauli - Heimspiel war eigentlich wie immer: Wir waren besser, konnten aber nicht gewinnen - nur 0 : 0 gegen 1860 München. Mist! Immer hat man das Gefühl, Pauli bräuchte eine Verlängerung, um mal ein Tor zu machen. Mein Afrika-Trip hat mir leider auch eine Nachspielzeit beschert: Fast direkt nach dem Stadionbesuch (und es lag NICHT am Bier!!!) musste ich ins Krankenhaus, irgendein exotisches Fieber, das auch die Ärzte am Tropeninstitut nicht erklären konnten. Daher konnte ich auch ein paar Tage nicht bloggen. Jetzt wieder zu Hause, es geht besser. Wahrscheinlich aber nur bis kommenden Donnerstag, denn da hat Pauli das nächste Heimspiel... Vielleicht habe ich ein seltsames Fan-Fieber?

Donnerstag, 6. März 2008

HITLERKÄFER

Biologen geben allen Tieren lateinische Doppelnamen. Aus meinem Buch (2. Auflage wird gedruckt! Danke an alle!) dazu diese kleine Anekdote: Oscar Scheibel, Entdecker eines slowenischen Laufkäfers verpasste dem Insekt 1937 den Namen Anophthalmus hitleri, zu deutsch etwa: Augenloser Hitler. Auf den ersten Blick eine treffende Bezeichnung, denn der Käfer ist blind, braun, blöd und lebt ausschließlich in Höhlen - man könnte also vermuten, hier habe jemand Bunker-Adolf verhohnepiepelt. Doch unter Biologen wird bis heute geraunt, Oscar Scheibel wollte seinem geliebten Führer mit dem Käfer ein Denkmal setzen, ihn zumindest in der biologischen Fachliteratur unsterblich machen und habe dafür sogar ein Dankesschreiben aus Berlin erhalten. Der Hitlerkäfer, der blind und dumm durch seine osteuropäischen Höhlen stolpert, weiß nichts von Blitzkrieg oder Rassenwahn und gehört dennoch zu den Opfern. Wegen seines Epithetons weigern sich angeblich viele naturkundliche Sammlungen, ihn aufzunehmen. Bei Neonazis ist A. hitleri dagegen so beliebt, dass sie dafür auf Insektenauktionen Höchstpreise zahlen - ihre Sammelwut droht den Fascho-Käfer nun auszurotten. Ein Insekt ohne Lebensraum. O man!

Dienstag, 4. März 2008

GAR NICHT ARTIG

Nach fast vier Jahren als Moderator bei Vox "tierzeit" wird die Sendung in diesem Jahr auslaufen. Mein neues Projekt: Für ARTE / ZDF arbeite ich als Aushilfs-Ranger in den zehn tollsten Nationalparks und Naturlandschaften der Welt, von der Antarktis bis in die Namib-Wüste, und versuche dabei herauszufinden, warum Nationalparks für die ganze Erde so wichtig sind, wie so ein Nationalpark eigentlich funktioniert und warum es gar nicht so einfach ist, ein Ranger zu sein. Die Produktion beginnt jetzt - und wir werden wohl ein ganzes Jahr lang damit beschäftigt sein. ARTIG werde ich natürlich auch bei ARTE nicht sein, dafür werde ich den Wildhütern der Welt mal so richtig auf den Zahn fühlen.

Donnerstag, 28. Februar 2008

TALKTALKTALK

Besuch bei meinem alten Heimat- und Lieblingssender: Morgen abend bin ich zu Gast beim WDR. In der TV-Talkshow "Kölner Treff" mit Bettina Böttinger wird ab 21.45 Uhr geplaudert. Könnte spaßig werden, da tolle Gesprächspartner eingeladen sind: Thomas Bug, Doris Dörrie, Bastian Sick und Margarete Mitscherlich. Die Moderatorin kenne ich auch schon seit vielen Jahren, habe früher bei der WDR-Sendung "Parlazzo" Einspielfilme und Moderationsvorlagen für sie gemacht. So sieht man sich wieder... Wer mehr über den Kölner Treff erfahren will: www.wdr.de/tv/koelner_treff

Montag, 25. Februar 2008

POPELAFFE









Zurück aus dem Regenwald: Zecken, Flöhe, Mücken und Schweißbienen - hätte die Evolution diese Mistviecher nicht wegmendeln können? Die Gorilla-Beobachtung hat aber alles wett gemacht. Hordenchef Makumba hat mich zwar nicht wiedererkannt, aber auch nicht umgehauen. Immerhin. Auf dem Foto seht Ihr Adjibollo, ein acht Monate altes Gorillababy, das ich in einem Tierwaisenhaus in Kamerun besucht habe. Die Mutter ist von Wilderern erschossen worden und dann in den Kochtopf gewandert - in vielen Gegenden Afrikas gilt Gorillafleisch immer noch als Delikatesse und wird teuer bezahlt. Die Babys, an denen zu wenig Fleisch ist, werden dann einfach zurück gelassen oder als Haustiere verhökert. So erging es Adjibollo. Er ist aber befreit worden und lebt jetzt im Tierwaisenhaus Limbe. Da er an Menschen gewöhnt ist, wird man ihn nie wieder auswildern können, auf ihn wartet ein Leben hinter Gittern - aber immerhin in einem Tierwaisenhaus, in dem sich die Pfleger bemühen, ihm sein Leben halbwegs erträglich zu machen. Geschichten wie die von Adjibollo und seiner Mutter zeigen, wie wichtig Schutzgebiete sind. Deshalb mache ich auch dem WWF-Regenwaldprojekt mit.
Dass der kleine Affe in meiner Nase bohrt, finde ich auch komisch. Und eklig. Denn ich habe gesehen, wo er seine Finger vorher hatte. Puhhh......

Mittwoch, 6. Februar 2008

...UND TSCHÜS

Koffer gepackt, Impfung geschluckt, es geht wieder los: Bis 25. Februar bin ich wieder zu Besuch bei den Gorillas und Waldelefanten in der Zentralafrikanischen Republik. Beim letzten Mal konnten wir sogar einen 50-Meter-Baumriesen besteigen - anstrengend, aber unvergesslich!
Und vielleicht erinnern sich ja auch die Gorillas noch an mich? Werde aufhören, mich zu waschen und den Gorillageruch annehmen - dann kann ich eventuell sogar Ehrenmitglied in der Affenhorde werden! Da es im Dschungel weder Internet noch Telefon gibt, melde ich mich erst Ende Februar wieder! Bis dann!

Dienstag, 5. Februar 2008

FETTE KOHLE

Bin auf dem Weg nach Berlin, zur Deutschlandpremiere des neuen Mega-BBC-Naturfilms: "Unsere Erde" heisst er und hat sagenhafte 47 Millionen Euro gekostet. Das ist schon fast Hollywood-Spielfilm-Niveau! Kennt nicht irgend jemand eine Fernseh-Fee, bei der ich auch mal so ein Budget für einen meiner Tierfilme bekommen könnte? Okay, okay - ein Zehntel würde mir auch schon reichen....

Freitag, 1. Februar 2008

TIERISCHE KULTUR

Mal wieder einen Ausflug ins Radio gemacht. In der Sendung "Matinee" am kommenden Sonntag auf SWR2 bin ich mit einer Kolumne vertreten, in der es um die Frage geht, wie das Rosa eigentlich in den Flamingo kommt. Viecher in einer Kultursendung! Wird voraussichtlich zwischen 11 und 12 Uhr laufen. Wer nicht im Sendegebiet wohnt, kann unter www.swr.de den Livestream von SWR2 anklicken. Oder sich nachher einen Podcast davon ziehen.

Sonntag, 27. Januar 2008

SAUFEN FÜR GORILLAS

In Berlin haben wir gerade einen Werbespot für die WWF-Krombacher-Regenwaldkampagne abgedreht. Gemeinsam mit Rudi Völler und Günther Jauch stand ich dort einen Tag lang vor der Kamera. Im TV zu sehen ab April. Die Kampagne ist ja schon aus den vergangenen Jahren bekannt, es geht darum, dass vom Bierkaufpreis ein bestimmter Betrag dem Schutz des Regenwaldes in der Zentralafrikanischen Republik zu Gute kommt. Saufen für die Gorillas! Hört sich doof an, ich finde es aber viel besser, als sinnfrei zu Saufen. Oder für die Formel 1. Den Gorillas vor Ort, das habe ich bei meiner letzten Expedition selber gesehen, hilft die Aktion jedenfalls.

Montag, 21. Januar 2008

JIPPIEEHH!

Danke an alle, die für mich gestimmt haben - es hat geholfen! Am Samstag habe ich (gemeinsam mit Achim Steiner von der UNEP) den Preis SharkGuardian 2008 in Empfang nehmen dürfen, mit dem jedes Jahr Anstrengungen zum Schutz von Haien ausgezeichnet werden. Jipiieeeh! Freue mich sehr darüber! Hoffe, die Haie freuen sich auch und denken dran, wenn ich das nächste Mal mit ihnen tauche :-)

Freitag, 18. Januar 2008

GUCK DAS!

So war es bei der NDR-Sendung DAS! - zum Anschauen einfach draufklicken:
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Montag, 14. Januar 2008

WAHLFÄLSCHER?

Verwirrend: Wer unter http://www.taucher.net/sp_award/ an der Wahl zum SharkGuardian 2008 teilnimmt, muss überrascht feststellen, dass die abgegebene Stimme anscheinend nicht gezählt wird. Habe schon jede Menge Anrufe und Emails deswegen bekommen. Aber ärgert Euch nicht über das doofe Balkendiagramm, hier sind KEINE Wahlfälscher am Werk: Der Klick zählt trotzdem und wird am Ende der Abstimmungsphase dazugezählt. Wahl-Veranstalter SharkProject hat es versprochen! Und natürlich haben auch schon viel, viel mehr Leute abgestimmt, als der Zähler anzeigt. Blöde Technik!

Samstag, 12. Januar 2008

LÜMMELTÜTEN














Mein Freund ist aus Leder - sieht man ja auf dem Foto. Eine Lederschildkröte!
Mein Feind ist aus Plastik - weil Tüten eine echte Umweltpest sind. Lederschildröten wie diese in Südafrika z. B. sind vom Aussterben bedroht. Auch, weil sie Tüten verschlucken und daran verenden. Wo immer ich auf dieser Welt hingekommen bin, die Plastiktüten waren schon da. In Wüsten, auf unberührten Inseln, mitten auf dem Meer, sogar in der Antarktis. Jetzt will Australien die extrem umweltschädigenden Mistdinger verbieten. Ausgerechnet Australien, wo die konservative Regierung Umweltschutz für eine Art sanften Terrorismus hält. Aber wenn sogar solche Umweltlümmel mit den Tüten aufhören wollen, wieso machen wir da eigentlich nicht einfach mit? Leder statt Plastik!

Freitag, 11. Januar 2008

ISOTONISCHE GETRÄNKE

Bier, las ich neulich mit großer Freude, ist ein isotonisches Getränk. Zwar wissen die wenigsten Leute, was ein isotonisches Getränk überhaupt ist, aber es hört sich irgendwie modern und gesund an. Also rein damit. Elefanten, wie die beiden kleinen auf dem Bild, machen es genauso. Nur rüsseln sie kein Sportbier, sondern Modder, Schlamm und Drecksbrühe. Die beiden Drängler habe ich vor einem knappen Monat in Zentralafrika fotografiert, es sind Waldelefanten. Sie sind viel kleiner als die bekannten Savannen-Elefanten - und viel, viel seltener. Doch im Dschungel der Zentralafrikanischen Republik gibt es eine Lichtung, auf der sieht man immer 20, 50 oder sogar hundert davon rumplanschen. Immer. Rund um die Uhr. Sie kommen, weil ihre Blätternahrung ziemlich mineralstoffarm ist. Was dem täglichen Mampf fehlt, gleichen sie aus, indem sie den Dreck auf dieser einen speziellen Lichtung mit dem mineralreichen Boden aufwühlen und ihn sich dann reinziehen. Um die ergiebigsten Schlammlöcher prügeln sie sich. Wirklich erstaunlich. Woher wissen die Tiere, dass ausgerechnet an diesem einen Fleck die Erde so nahrhaft ist? Wie haben sie diesen Platz gefunden? Wie finden sie im dichten Dschungel über hunderte Kilometer dorthin zurück? Woher wissen sie, wann ihr Körper wieder eine Ladung Mineraliendreck braucht? Keiner weiß es so genau...
Die Moskitostiche von der letzten Zentralafrikatour sind zwar noch nicht ganz abgeheilt, aber bald schon geht es wieder los, für eine RTL-Doku über den afrikansichen Regenwald. Vielleicht sollte ich die Elefantenbrühe dort in Flaschen abfüllen und hier als teuren Gesundheitsdrink raushauen? Isotonisch natürlich.

Montag, 7. Januar 2008

HILLARY, OBAMA, DIRK UND DIE HAIE

Nach Iowa bestimmt nun auch New Hampshire die Kandidaten für den Präsidentschaftswahlkampf. Barrack Obama und Hillary Clinton sind die Favoriten der Demokraten. Mir ist es ja eigentlich egal, wer von beiden gewinnt, Hauptsache, der nächste Präsident ist kein Republikaner und etwas sensibler in Umweltfragen als George W. Wir dürfen ja leider nicht mitwählen. Wer trotzdem Lust auf eine Abstimmung hat: Die Hai-Schutzorganisation Sharkproject kürt mal wieder den Haischützer des Jahres. Und - toll, toll, toll, danke, danke an alle Hai-Brüder! - ich bin auch nominiert. Unter diesem Link: http://www.taucher.net/sp_award/ könnt Ihr mit darüber entscheiden, wer den Preis bekommt. Also alle, die für mich sind: Auf den Link klicken. Alle anderen: Auch auf den Link klicken, weil es ja im Grunde schnuppe ist, wer die Auszeichnung erhält. Denn die Tierchen wie jenes auf diesem Foto von Sharkproject brauchen jeden Freund, damit sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können. Wofür Haie übrigens keine Zahnpasta brauchen, denn bei ihnen wachsen die Beißerchen nach. Mehrere Zehntausend Zähne bekommt zum Beispiel ein Weißer Hai im Laufe seines Lebens. Da wird überhaupt nie gebohrt! Ich bin neidisch!

Samstag, 5. Januar 2008

DIRK DARF DAS!

Am kommenden Dienstag, 8. Januar, bin ich beim NDR Fernsehen zu Gast. In der Sendung DAS! (18.45 bis 19.30 Uhr) wird es wild, denn ich darf dort ein bisschen über meine Arbeit als Wildlife-Reporter erzählen. Guckt doch mal rein, würde mich freuen.

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