Montag, 25. Februar 2008

POPELAFFE









Zurück aus dem Regenwald: Zecken, Flöhe, Mücken und Schweißbienen - hätte die Evolution diese Mistviecher nicht wegmendeln können? Die Gorilla-Beobachtung hat aber alles wett gemacht. Hordenchef Makumba hat mich zwar nicht wiedererkannt, aber auch nicht umgehauen. Immerhin. Auf dem Foto seht Ihr Adjibollo, ein acht Monate altes Gorillababy, das ich in einem Tierwaisenhaus in Kamerun besucht habe. Die Mutter ist von Wilderern erschossen worden und dann in den Kochtopf gewandert - in vielen Gegenden Afrikas gilt Gorillafleisch immer noch als Delikatesse und wird teuer bezahlt. Die Babys, an denen zu wenig Fleisch ist, werden dann einfach zurück gelassen oder als Haustiere verhökert. So erging es Adjibollo. Er ist aber befreit worden und lebt jetzt im Tierwaisenhaus Limbe. Da er an Menschen gewöhnt ist, wird man ihn nie wieder auswildern können, auf ihn wartet ein Leben hinter Gittern - aber immerhin in einem Tierwaisenhaus, in dem sich die Pfleger bemühen, ihm sein Leben halbwegs erträglich zu machen. Geschichten wie die von Adjibollo und seiner Mutter zeigen, wie wichtig Schutzgebiete sind. Deshalb mache ich auch dem WWF-Regenwaldprojekt mit.
Dass der kleine Affe in meiner Nase bohrt, finde ich auch komisch. Und eklig. Denn ich habe gesehen, wo er seine Finger vorher hatte. Puhhh......

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wie süüüß,

wahrscheinlich zeigt er Dir auf diese Art seine Zuneinung.

Einfach goldig...

Anonym hat gesagt…

ich meinte natürlich "Zuneigung".

Anonym hat gesagt…

ach, was würde ich dafür geben, so einen süßen auch mal im arm zu halten... ;)

Dirk Steffens hat gesagt…

Ja, das ist ein großartiges Gefühl, so ein Pelzbaby im Arm zu halten. Hat aber leider immer auch den Hintergrund, dass Wilderer das Muttertier ermordet haben und das Gorillababy zu einem Leben im Tierpark verdammt ist - was für so intelligente Tiere wahrscheinlich eine ziemliche Höllenqual ist. Ändert aber nichts daran, wie unglaublich süß der Kleine ist. Ein richtiger Schnuckel...

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