Sonntag, 24. August 2008

VON ALASKA NACH AFRIKA


Genau eine Nacht daheim in Hamburg und schon geht´s weiter: In Afrika drehen wir in den kommenden vier Wochen zwei weitere Folgen für die Arte-Reihe "Steffens entdeckt...", womit wir dann bereits fünf von insgesamt zehn Folgen fertig haben werden. Zunächst düsen wir nach Namibia, in den Caprivi-Streifen, wo wir vom Abschuss gefährdete Geparden einfangen und in die Sicherheit eines Nationalparks verfrachten wollen. Danach stehen noch Sambia, Mozambique und Zimbabwe auf dem Reiseplan. Wahrscheinlich freuen sich mal wieder alle Parasiten, Bakterien und Viren im gesamten südlichen Afrika auf meinen Besuch. Und irgendwie freue ich mich auch, wir sind ja inzwischen alte Bekannte...
Am Montag läuft übrigens im ZDF, 15.15 Uhr, die neue Staffel der Zoo-Serie "Tierisch Kölsch" an - und ich bin mit dabei. Schön reinzappen!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Sie sind schon zu beneiden. Sie reisen an die schönsten Orte der Welt und verdienen dadurch Ihr Geld.

Ich habe gelesen, dass es bald noch nach Australien geht, was wird den Zuschauer erwarten? Vielleicht etwas anderes außer nur Haie, Leistenkrokodile und Riesenkängurus?

Anonym hat gesagt…

Betreff: "Tierisch -Expeditionen an den Rand der Schöpfung"

(Vorweg sorry, dass das hier gelandet ist, wollte eigentlich per e-mail Kontakt aufnehmen, hab aber keine Adresse entdeckt!)


Zugegeben, ich war etwas skeptisch, als ich mit meiner neuesten Beute aus dem Buchladen nach Hause kam: ein Buch über außergewöhnliche Tiere -das klang nach eher trockener Fachlektüre, allerdings versprachen die Umschlaggestaltung und das Vorwort ein doch unterhaltsames Lesevergnügen...
Da ich seit frühester Kindheit bis zum heutigen Tag immer wieder fasziniert über den Einfallsreichtum der Natur staune, ich neues Wissen gierig aufnehme und mir trotzdem meistens nur das Skurrilste merke, schien dieses Buch genau das Richtige für mich zu sein.


Im trauten Heim angekommen ignorierte ich erst mal den bereits wartenden Bücherstoß auf meinem "Juhuu-ich-hab-noch-genug-zu-lesen-Regal" und machte mich neugierig über meinen Neuerwerb her. Besonders gespannt war ich auf das Kapitel "Er will ja nur spielen", da ich als superbegeisterte Schnorchlerin mich noch nie ans Tauchen getraut habe - denn: seit meinem 6. Lebensjahr bin ich die größte Hai-Panikerin die man sich vorstellen kann -und die es trotzdem immer wieder voller Faszination und Fernweh zum Meer zieht (es war wohl doch noch etwas zu früh um "Weißer Hai" im Fernsehen anzuschauen, auch wenn ich meine Mama damals wochenlang darum gebettelt habe... nun muss ich wohl mit den Konsequenzen leben...)
Immer schon hat mich vor allem die Unterwasserwelt verzaubert, und so waren auch die Kapitel vom Mondfisch, den rosa Definen und der Seekuh besonders reizvoll für mich.

Natürlich liest man aber ein Buch von vorne nach hinten durch -ganz brav so, wie es der Autor für seine Leser vorgesehen hat!

...kurz und gut: ich war begeistert!!

Die einzelnen Kapitel waren nicht nur witzig und unterhaltsam, sie enthielten auch jede Menge Wissen von der Art, das niemand braucht, das aber Spaß macht! -so etwas liebe ich!! In diesem Kontext fiel es mir auch nicht schwer mir diverse Zahlenfakten zu merken, obwohl das sonst ein großer Schwachpunkt von mir ist.
Da ich mein neuerworbenes Wissen nicht für mich allein behalten konnte, wurde mein Freund von mir zwangsbeglückt und bis weit nach Mitternacht mit allerlei Wissenswertem (?) wachgehalten!

Als die Seitenzahl auf der "gelesen-Seite" deutlich über der "zu-lesenden" zu liegen begann, fand ich das sehr schade -so ein Buch könnte ruhig ein 700 Seiten Wälzer sein!!!
Trotzdem las ich weiter und saugte wie ein Schwamm Wissen auf, als es passierte:
Gerade las ich noch über weidende Seekühe, die pro Tag bis zu 50 Kilo Wasserpflanzen verputzen, und plötzlich lese ich, wie mein Schrecken der 7 Weltmeere mit Hilfe der Lorenzini'schen Ampullen mich überall finden würde, auch wenn ich mucksmäuschen still und ganz bewegungslos wäre (nicht sehr beruhigend!)!!!
Wie das? -in meinem Buch sind die Seiten durcheinander geraten!!!
Ich habe den Teil von Seite 161 -176 doppelt, dafür fehlen Seite 145 -160!!!!
-und das ausgerechnet bei dem für mich heilpädagogisch vielleicht so wertvollen Teil über Haie!!!


Lieber Herr Steffens,

wenn sie bis zu diesem Teil der e-mail vorgedrungen sind, dann habe ich das wohl ihrem Forschertrieb zu verdanken.
Ich möchte damit auch gleich die Gelegenheit nutzen und Ihnen zu Ihrem großartigen Buch zu gratulieren. Es hat mir sehr viel Freude bereitet, mich regelrecht begeistert und mein Allgemeinwissen ordentlich aufpoliert! (Ich fürchte nun keine der Fragen aus der Faunawelt von "Wer wird Millionär" mehr!)
Aber umso mehr finde ich es schade, dass mir nun einige Seiten voller Wortwitz und Informationen fehlen.
Wäre es vielleicht möglich, dass Sie mir den Inhalt dieser Seiten zuzusenden?
Ich wäre Ihnen wirklich ewig dankbar -ein unvollsständiges Buch ist etwas Schreckliches!


Mit ganz lieben Grüßen aus den salzburger Bergen,
Viktoria Lindenthaler


Ps: Ich persönlich hätte ja bei so manchen Ihrer Erlebnisse vielleicht schlapp gemacht, aber Eines hätte ich nie und nimmer gemacht -NEVER EVER: ich wäre nie im Leben durch diese Amazonasbrühe mit dem ganzen Grünzeug gewatet!! Allein bei dem Bild regen sich bei mir die Urängste!!! Was da alles drunter lauern könnte!!!! Also: Respekt für den Mut und die Unerschrockenheit, die das Wissen für dieses Buch erst zusammengetragen haben!
Achja, weil ich grad dabei bin:
bitte, bitte schreiben Sie ein Nachfolgewerk!!!!

mfg




Pps: Damit Sie wissen, mit wem Sie es zu tun haben ;)

Viktoria Lindenthaler

e-mail: vickylindenthaler@gmx.at

Dirk Steffens hat gesagt…

Ja, Australien! Wir wollen zwei Nationalparks unter die Lupe nehmen: den Kakadu- und den Great Barrier Reef Nationalpark. Also nicht nur Haie, Krokodile und Kaengurus, aber ganz ausser Acht lassen duerfen wir die natuerlich auch nicht. Eine grosse Rolle sollen aber auch weniger ikonische Tiere spielen, die Agakroete zum Beispiel oder die Seewespe.

Dirk Steffens hat gesagt…

Liebe Viktoria Lindenthaler,
das ist natuerlich ein Skandal: Seiten doppelt, dafuer fehlen andere! Ich sitze gerade im Flughafenterminal von Kapstadt und fliege gleich zurueck nach Deutschland. Sobald ich wieder daheim bin, werde ich dafuer sorgen, dass Sie ein neues, fehlerfreies Exemplar bekommen. Ist doch klar!
Und vielen, vielen Dank fuer die Ermunterung, eine Fortsetzung zu schreiben...
Besten Gruss
Dirk Steffens

Timo hat gesagt…

Betreff: "Tierisch - Expeditionen an den Rand der Schöpfung"

(Auch ich muss mich vorweg entschuldigen, dass ich hier gelandet bin, ich habe auch keine e-mail Adresse gefunden)

Zuerst einmal ein riesiges Lob für das Buch. Es ist (wie auf der Rückseite angeworben) verblüffend, außergewöhnlich, faszinierend. Endlich mal ein Buch, bei dem die Eigenwerbung stimmt :-)
Es ist eines von sehr wenigen Büchern, die ich, nachdem ich es durchgelesen hatte, direkt ein zweites Mal gelesen habe. Mittlerweile lese ich es glaube ich zum vierten oder fünften Mal, weil ich mir bei einmaligem Lesen sowieso nicht die ganzen interessanten Fakten merken kann und weil das Buch so lustig geschrieben ist, dass es einfach Spass macht, es zu lesen.

In Ihrem Vorwort haben sie geschrieben, dass Sie sich über Korrekturen freuen würden und so möchte ich hier zwei Stellen in Ihrem Buch ansprechen, die mir nicht ganz koscher vorkommen :-)

In dem Kapitel "Schlechtes Karma - Sie werden uns vernichten: Ratten" schreiben Sie im dritten Absatz über das Landeverhalten einer fallenden Toastscheibe und das dieses wissenschaftlich nicht zu belegen sei. Dazu ist mir ein Beitrag eingefallen, der entweder aus "Clever - die Show, die Wissen schafft" stammt, oder aus "Galileo".
Wenn man eine Scheibe Toast über eine Tischkante schiebt, wird sie in Rotation versetzt (da die Hälfte, die über der Tischkante hängt, nach unten zieht und die hintere Hälfte anhebt). Da so ziemlich alle Tischplatten auf der gleichen Höhe (etwa einen Meter über dem Boden) sind und sich die Toastscheibe auf diesem Weg nur um 180° drehen kann, fällt Sie immer auf die Seite mit der Marmelade. Das gleiche passiert, wenn die Scheibe aus der Hand gleitet. Auch hier rutscht sie auf einer Seite runter und gerät dadurch in Rotation.
In dem Beitrag gingen sie dann etwas weiter und ließen die Toastscheibe dann von der doppelten Höhe (also ca zwei Meter) fallen und siehe da, die Scheide drehte sich einmal komplett um sich selbst und landete mit der Marmeladenseite nach oben.
Es liegt also schlicht und einfach an unserer zu kleinen Körpergröße und der daraus resultierenden niedrigen Tischhöhe, dass unsre Scheiben Toast immer auf der falschen Seite landen. Allerdings würden wir bei doppelter Körpergröße wohl auch doppelt so große Scheiben Toast essen, wodurch wir wahrscheinlich wieder das selbe Problem hätten. Dies würde erweiterte Tests erfordern und geht hier zu weit, deswegen beende ich diese Überlegungen hier. Außerdem habe ich meine Riesen-Toast-Back-Schneide-und-Schmier-Maschine gerade verliehen und weiß nicht, wann ich sie zurück bekomme ;-)

In dem Kapitel "Rasieren macht blind - Kampfschwimmer, Schwätzer, Navigationswunder: Robben" schreiben Sie, dass Robben mit ihrem Barthaaren "Bewegungen von weniger als einem Millionstel (!) Millimeter pro Sekunde wahrnehmen - das ist in etwa die Reisegeschwindigkeit einer Schnecke!"
Das würde aber bedeuten, dass eine Schnecke für einen Millimeter mehr als eine Millionen Sekunden also umgerechnet mehr als elfeinhalb Tage braucht. Zwar sind meiner Erfahrung nach Schnecken nicht gerade flott unterwegs, aber elfeinhalb Tage für einen Millimeter erinnert doch eher an einen Stein. Im Vergleich: Haare wachsen ca. 1 mm alle fünf Tage und nach eingehenden Tests kann ich sagen, dass meine Haare immer nur der zweite Sieger gegen die Schnecken waren :-P
Eine kurze Recherche ergab, dass Schnecken (durchschnittlich oder die schnellste kann ich nicht sagen, aber zumindest soll es eine Schnecke geben die) mit etwa 0,75 mm pro Sekunde unterwegs ist. Diese Geschwindigkeit stellt mir auch für die Aufnahmefähigkeit der Barthaare einer Robbe eine wahrscheinlichere Geschwindigkeit dar.
Dies entspricht ca 2,7 Metern in der Stunde, was verdammt langsam ist. Dass eine Robbe diese Geschwindigkeit wahrnehmen kann ist faszinierend. Ihr aber zuzutrauen, dass sie ohne Probleme Geschwindigkeiten wahrnehmen kann, die sich an unserem Haarwachstum orientieren, halte ich für nicht ganz plausibel.

Ich hoffe, dass durch die ausführliche Besprechung dieser zwei kleinen (meiner Meinung nach) Unpässlichkeiten kein falscher Eindruck entstanden ist. Es sollte nur eine Ergänzung sein um ein winzig kleines bisschen davon zurückzugeben was mir dieses Buch an Wissen und Information gegeben hat.

Mit freundlichsten Grüßen
Timo Feigl

PS: Auch ich kann Sie nur ermuntern bzw. nur hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird. Genügend faszinierende Tiere gibt es auf dieser Welt und die Witze werden Ihnen hoffentlich auch nicht ausgehen.

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