Montag, 21. Dezember 2009

HEILIGES KAMEL


Kurz vor Weihnachten erinnere ich mich daran, dass die Heiligen Drei Könige mit Geschenken unterwegs sind. Und wie transportieren sie diese Geschenke? Auf Kamelen! Jedenfalls war das so in der Kinderbibel abgebildet, aus der ich als kleiner Junge die Weihnachtsgeschichte gelernt habe. Ein Kamel habe ich auch - oder zumindest hatte ich eines während des Ägyptendrehs vor einiger Zeit. Und Geschenke? Na ja. Immerhin ein neues Fotoalbum. Einfach rechts auf die Diaschau  klicken. Und jetzt wünsche ich allen ein Superweihnachtsfest und fette, fette Geschenke!

Freitag, 18. Dezember 2009

LEISE RIESELT...




...die Zeit, weil schon länger der Schnee rieselt. War heute bei meinem Heimatsender in Mainz ein bisschen konferieren - aber das ist gar nicht so einfach, wenn es draußen schneit. Beim Hinflug aus Hamburg konnte ich mich noch auf eine Ersatzmaschine mogeln, aber nun sitze ich schon seit Stunden auf Platz 12c, ohne dass der Flieger sich bewegen würde. Erst sind die Tragflächen vereist, dann wird die Startbahn West gesperrt, dann ist der timeslot verstrichen und nun kam gerade die neueste Meldung: Der Flughafen Hamburg ist gesperrt wegen Schneefall, man fegt jetzt die Landebahn. Irgendwas ist immer. Aber wir hoffen, doch noch irgendwann starten zu dürfen. Zuhause wartet der Weihnachtsbaum und hier in Reihe 12 ist es unendlich langweilig....

Position:Ankunftbogen,Frankfurt am Main,Deutschland

Samstag, 5. Dezember 2009

UNHAPPY BIRTHDAY


Kigali, Ruanda. Heute ist mein Geburtstag. Dichter Nebel, der Flieger konnte nicht starten. Jetzt sitzen wir fest, ich komme nicht nach Hause. Werde den Tag in muffigen afrikanischen Wartehallen und engen Flugzeugen verbringen. Vielleicht irgendwann morgen daheim. Toll. Den Höhepunkt des Festtages haben die Kollegen fotografiert. Na dann: Herzlichen Glückwunsch!

Dienstag, 1. Dezember 2009

LOCKER IN DER HUEFTE

































Hey, vielen Dank an alle fuer die Besserungswuensche. Scheint tatsaechlich geholfen zu haben, bin seit ein paar Tagen wieder auf den Beinen.
Und musste das auch gleich nutzen, denn der Weg zu den Berggorillas im Bwindi-Schutzgebiet ist die Hoelle. Berge, Matsch, Hitze und vor allem so dichtes Gestruepp, dass selbst mit der Machete kaum ein Durchkommen und jeder Schritt nach vorne so anstrengend ist wie ein Hundert-Meter-Spurt. Meine Beine zittern immer noch vor Anstrengung. Na ja, bin halt auch nicht der aller Fitteste zur Zeit. Hat sich aber gelohnt, denn wir haben die geplanten Moderationen "mit Gorillas" tatsaechlich hinbekommen. Unterwegs waren wir mit Martha Robbins, eine der fuehrenden Gorilla-Forscherinnen weltweit. Und mit Gud, unserem Guide. Der musste bei unserer letzten Tour uebrigens Bekanntschaft mit der Samba-Huefte von "Fuzi" machen, das ist der schmaechtig gebaute Herr auf dem Foto oben. Erst ueberraschte Fuzi uns im Unterholz, dann schlenderte er laessig in Armeslaenge vorbei und als alle gerade wieder anfingen zu atmen, schoss er den auch nicht gerade kleinen Gud mit einem einzigen ploetzlichen Hueftschwung in die Buesche. Hat ihm wohl Spass gemacht, dem Fuzi. Mir nicht, vor Schreck waere ich naemlich fast vom Berg gefallen.

Mittwoch, 25. November 2009

SCHWEINEGRIPPE

Schon seit drei Tagen in Uganda und noch kein einziges Bild gedreht. Alles meine Schuld! Denn offenbar hatte ich mehr im Gepäck, als gut für mich ist. Liege in Entebbe schwitzend im Bett und wenn ich nach meiner Rückkehr noch einmal irgend jemanden sagen höre, die Schweinegrippe sei doch gar nicht so schlimm, dann werde ich sie oder ihn persönlich anstecken. Bei mir jedenfalls hat das Virus richtig zugeschlagen und der Doc in der Krankenstation war auch nicht wirklich eine Hilfe. In der vorletzten Fiebernacht stand ich kurz davor, von geflügelten Gorillas zu träumen. O man! Jetzt geht es aber schon besser und morgen können wir dann hoffentlich mit dem Dreh beginnen. Fehlt bloß noch, dass ich die anderen Teammitglieder anstecke...

Donnerstag, 19. November 2009

AFFENSCHANDE

Morgen früh beginnt die Reise nach Ruanda. Nur ein kurzer Zwischenstopp beim ZDF-Landesstudio in Düsseldorf und dann weiter ins Zentrum von Afrika, zu den Berggorillas. Die Flachland-Kollegen dieser Menschenaffen kenne ich vom letzten WWF-Krombacher-Regenwaldprojekt ja schon ganz gut, jetzt darf ich also auch noch die Berggorillas kennen lernen. Man findet sie nur noch im Gebiet der Virunga-Vulkane und des Bwindi-Waldes und insgesamt gibt es auf der Erde nur noch etwa 700 von ihnen. Ihr Lebensraum schrumpft und noch immer sind Wilderer und Rebellen eine Bedrohung. Eine Schande!

Und bevor ich verschwinde, hier noch ein link zur ZDF-Mediathek, wo man sich meinen Besuch bei der Talkshow von Markus Lanz heute Abend noch einmal anschauen kann. Und für ganz Hartnäckige ist dort dann auch noch die Sendung "Volle Kanne" mit Ingo Nommsen zu sehen, denn bei ihm in Düsseldorf werde ich morgen früh zu Gast sein. Bis bald aus Ruanda!

Donnerstag, 12. November 2009

UBIQUITÄR





Weil einige - und insbesondere meine Mutter - sich immer darüber beschweren, ich würde "ja nie Bescheid sagen", wenn ich "im Fernsehen komme" (was für eine Formulierung...!), werde ich dieses Mal ausführlich und erschöpfend Auskunft geben. Denn zum Jahresende kann man gucken, was ich in den vergangenen zwölf Monaten so gemacht habe. Resultat: 13 Filme und Buch! Und dazu kommen noch ein paar Besuche in anderen Sendungen, ein bisschen Radio und Zeitung. Hier ist der Plan:

12.11.: Gast bei Stefan Raab, TV Total, Pro7
16.11.: Start der ARTE-Reihe "Steffens entdeckt...", jeweils um 20:15 Uhr. Folge 1: Palau
17.11.: "Steffens entdeckt Grönland"
18.11.: "Steffens entdeckt Polen"
19.11.: "Steffens entdeckt Namibia"
19.11.: Gast bei Markus Lanz, ZDF
20.11.: "Steffens entdeckt Australien"
20.11.: Gast bei "Volle Kanne", ZDF
22.11.: Um 19:30 Uhr im ZDF: Start der neuen Tera X-Staffel "Faszination Erde", Folge 1: Sibirien
23.11.: "Steffens entdeckt Südafrika"
24.11.: "Steffens entdeckt Amazonien"
25.11.: "Steffens entdeckt Rocky Mountains"
26.11.: "Steffens entdeckt Great Barrier Reef"
27.11.: "Steffens entdeckt Patagonien"
29.11.: Um 19:30 Uhr im ZDF: "Faszination Erde: Südsee"
06.12.: Um 19:30 Uhr im ZDF: "Faszination Erde: Ägypten"

Und immer zu haben ist mein aktuelles Buch "Das tierische Kuriositäten-Kabinett".

Hoffe, für jeden ist etwas dabei. War nämlich echt eine Menge Arbeit! Wünsche viel Spaß beim Schauen und Lesen!

Donnerstag, 5. November 2009

SCHLAFSACKSTINKER


Die weiße Wüste in Ägypten ist ein wunderschöner Ort. Mitten im Sahara-Sand stehen hunderte schneeweiße Skulpturen, die aussehen, als hätte sie ein wahnsinniger Künstler in die Einsamkeit gemeißelt. Tatsächlich sind sie entstanden, weil dieser Teil der Wüste vor 100 Millionen Jahren mal ein Meeresboden war, auf dem sich Kalk abgelagert hat. Als das Wasser verschwand und die Gegend trocken fiel, begann die Erosion ihre kreative Arbeit: Wind, Regen und der ewige Sandstrahl der Wüste trugen die weicheren Stellen ab und formten die Natur-Kunstwerke. Unglaublich schön. Leider wird es hier nachts verdammt kalt - und wir haben einfach zwischen den Dünen unter freiem Himmel gepennt. Also mal wieder in den Klamotten geschlafen, in denen man schon zwei Tage rumgeschwitzt hat. Nächstes Mal nehme ich mir den Arktis-Schlafsack mit in die Wüste! Das ist wärmer - und ich rieche dann weniger streng.
Morgen lasse ich die ganzen Geschichten über Pyramiden, Pharaonen, Krokodile, Wüsten und Karawanen, die wir hier in Ägypten für "Terra X - Faszination Erde" gedreht habe, hinter mir und fliege aus dem sonnigen Afrika zurück ins inzwischen wahrscheinlich bitterkalte Hamburg. Brrr.....

Donnerstag, 29. Oktober 2009

VERDREHT





Gerade erst habe ich stolz meine erste richtige Hieroglyphe gezeichnet und schon dreht mir mein Team den Hals um! Im Mandulis-Tempel in Assuan filmen wir heute zwei Moderationen; in einer geht es um die Erfindung des Papyrus, in der anderen um die seltsame Art der alten Ägypter, Menschen zu zeichnen. Dabei sind zum Beispiel beide Augen auf einer Gesichtshälfte zu sehen, Arme und Beine sowie Kopf sind unnatürlich verdreht - mein Job ist also: Walk like an Egyptian! In der digitalen Nachbearbeitung werden die ZDF-Kollegen mir dann endgültig den "ägyptischen Look" verpassen. Bin gespannt, wie ich so aussehen werde als verdrehter Aushilfsägypter?! Gesendet wird diese Folge von Faszination Erde am 6. Dezember um 19.30 Uhr.
Auf dem Foto vorm Tempel haben sie mir den Kopf übrigens schon wieder gerade gerückt!

Mittwoch, 21. Oktober 2009

ABFLUG





Das ist der Flieger, mit dem es gleich zurück nach Deutschland geht. Von Palau über Yap und Guam sind wir nun bis Tokio gekommen, es trennt mich nur noch ein 12,5 Stunden Nonstopflug von Deutschland. Da bleibe ich aber nur vier Tage, dann geht es weiter für "Faszination Erde" nach Ägypten, nochmal knapp zwei Wochen. Danach kann ich mir dann endlich wieder einen dicken Pullover anziehen und ein bisschen frieren...

Freitag, 16. Oktober 2009

NEUES AUS PALAU...

...ist nur schwer zu uebermitteln, denn die Internetverbindung hier in der Suedsee uebermittelt Informationen nur in homoeopathischen Dosen. Also werde ich gar nicht erst versuchen, ein Foto hochzuladen. Wuerde mindestens einen Tag lang dauern. Also muss das schoene Mantabild oben ausreichen, das ist naemlich auch aus Palau!
Ich bleibe auch nach fast zwei Jahrzehnten Globetrottern dabei: Palau ist das schoenste Land der Erde! Jedenfalls, wenn man Hitze und Wasser mag. Die Farben des Ozeans sind geradezu kitschig bunt, die kleinen Inselchen wuerden sich in jedem Kindermalbuch gut machen und die Menschen sind entspannt. Wir haben Hoehlen betaucht, sind mit Kanus auf den Wellen geritten, durch den weltberuehmten Quallensee gepaddelt und ich habe mir aus den Darmsekreten einer Seegurke traditionelle polynesische Badelatschen gebastelt. Funktioniert so: Man aergert die Seegurke, die daraufhin aus ihrem After weisse Faeden absondert, die extrem klebrig sind. Diese eigentlich zur Feindabwehr gedachten Klebestreifen pappt man sich dann um die Fuesse und kann so ueber Muscheln und Korallensplitter laufen, ohne sich dabei die Sohlen zu zerfetzen. Waren halt findige Leute, die alten Palauer.
Inzwischen sind wir auf die Nachbarinsel Yap weitergereist, wo wir uns mit dem gigantischen Steingeld und den Mantarochen beschaeftigen. All diese tollen Themen werden dann am 29. November um 19.30 im ZDF zu sehen sein!

Mittwoch, 30. September 2009

FLIEGENDER FRANZOSE







Im Vergleich zu diesem Boot ist der fliegende Holländer wirklich ein lahmer Kahn: Aktuell liegt die Weltrekordgeschwindigkeit des "Hydroptere" bei knapp 105 (nicht 107, wie ich neulich schrieb!) Stundenkilometern. Ein irres Gefühl, wenn sich die Kufen des Seglers bei schneller Fahrt aus dem Wasser heben. Dank unseres ZDF-Drehs an Bord durfte ich das jetzt selbst erleben. Kapitän Alain (Foto) hat mich, leichtsinnig wie er ist, sogar mal ans Ruder gelassen.
Seit ich im Physikunterricht vor gefühlten hundert Jahren zum ersten Mal davon gehört habe, fasziniert mich die Technik, die es erlaubt, ein Segelboot mit mehr als doppelter Windgeschwindigkeit fahren zu lassen. Schon theoretisch toll! Praktisch, an Bord des "Hydroptere", ein atemberaubendes Erlebnis - jedenfalls solange man nicht seekrank wird.


Sonntag, 20. September 2009

TOTAL SPÄTER IM TV


Kurze Info: Meinen Auftritt bei Stefan Raabs TV Total müssen wir leider verschieben, voraussichtlich werde ich nun erst am 12. November in der Sendung zu Gast sein.

Und dann noch dieses Foto aus dem Tal der Geysire auf Kamtschatka. Dort gibt es jede Menge heiße Quellen sowie 20, 30 oder auch 50 Geysire - je nach Definition und abhängig davon, welcher Geologe gerade gezählt hat. Die Wissenschaftler kochen halt auch nur mit Wasser und streiten sich über Definitionsprobleme. Für uns Laien die einfache Version: Eine heiße Quelle blubbert ständig vor sich hin, ein Geysir nur in regelmäßigen Abständen; zwischendurch macht er Pause.

Dienstag, 15. September 2009

SIBIRISCHE LEBENSART



Vulkane, Bären, Tundra, Rentiere - die Natur auf Kamtschatka ist einfach nur atemberaubend schön. Leider steht der Kamtschatka-Way-Of-Life dieser äußeren Schönheit diametral entgegen. Plattenbauten, schlechtes Essen und Kampfanzüge als Alltagskleidung beleidigen Auge, Geschmack und Geruch. Auf dem Foto oben sehen wir eines der besseren Restaurants auf unserer Wegstrecke, auf dem unteren den glücklichen Gewinner einer Delikatesse vor einer Plattenbausiedlung mit Juri Gagarin-Mosaik irgendwo zwischen Petropavlovsk und Esso. Fairerweise muss ich hinzufügen, dass die Menschen, die wir getroffen haben, trotz Fett-Nudel-Milchsuppe zum Frühstück ausnahmslos eine begeisternde Freundlichkeit an den Tag gelegt haben. Tolle Leute, tolles Land, doofe Städte - so lautet also das Fazit der Reise. Habe meinen ersten Tag in Hamburg in meinen Lieblingscafes verbracht und mich mit allem vollgestopft, was es unterwegs nicht gab.
Inzwischen ist auf RBB - Radio 1 die Sendung Hörbar Rust gelaufen, wo ich zu Gast sein durfte. Kann man hier nachhören: radiointerview
Am Montag, 21.09., bin ich mal wieder bei Stefan Raab - TV Total - zu Gast, auf Pro7. Da sehen wir uns dann!

Samstag, 5. September 2009

TANZ AUF DEM VULKAN




Sieht ulkig aus - aber was tut man nicht alles, wenn Hirn und Körper nach elf Stunden Zeitverschiebung nur noch bedingt funktionstüchtig sind?! Expeditionsführer Georgi und ich beim sprichwörtlichen Tanz auf dem Vulkan, in diesem Fall dem Awachinskij in Kamtschatka. Die Halbinsel liegt auf dem pazifischen "Ring of Fire" und ist mit 29 aktiven Vulkanen eine der geologisch unruhigsten Regionen der Welt. Also genau richtig für unseren "Faszination Erde" Dreh! Jedenfalls solange der Vulkan nur qualmt und nicht explodiert!

Donnerstag, 27. August 2009

AB NACH SIBIRIEN

Vielleicht begegnen wir ja sogar einem Tiger! Leider sind Anblicke wie dieser (Foto: WWF) inzwischen extrem selten, die Tiere sind nach wie vor vom Aussterben bedroht. Ganz bestimmt warten auf mich aber dichte Mückenschwärme, endlose Landschaften, jede Menge Wodka und kaum Menschen - morgen früh beginnt meine ZDF-Expedition "Faszination Erde: Sibirien" für die Reihe Terra X. Mückennetz, Fernglas, Kopfschmerztabletten und ein paar gute Bücher stecken schon im Koffer und ich bin besonders gespannt auf unsere Drehstationen am Baikalsee und auf Kamtschatka. Auch die von mir so heiß geliebte tragbare Espressomaschine wird Kameramann Oliver Rötz wieder mitbringen. Hat er jedenfalls versprochen. Und wehe nicht!
Sollte ich irgendwo unterwegs auf einen funktions- und internetfähigen Computer stoßen, melde ich mich. Ansonsten: Tschüß bis zum 15. September!

Mittwoch, 19. August 2009

KOMISCHE TIERE

Surfe gerade so ein bisschen im Internet rum und entdecke: Mein neues Buch, das ganz offiziell erst am 1. September erscheint, ist bei Amazon schon zu haben. Freude! Habe mir erstmal selbst ein Exemplar "Das tierische Kuriositätenkabinett" bestellt und bin prompt von Verkaufsrang 289.763 oder so auf ungefähr 10.000 hochgeschnellt. Ist wohl aber trotzdem noch ein weiter Weg zum Bestseller...
Die Illustrationen sind übrigens von Oliver Weiss. Hat er super gemacht, oder? Wer mehr von Oliver sehen will - klickst Du hier: www.oweiss.com

Dienstag, 18. August 2009

RUMGEGURKT

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In den Gewässern von Palau leben neben unzähligen anderen Tier- und Pflanzenarten auch ein paar sehr unauffällige: Die Seegurken. Kaum einer kennt sie, keiner kümmert sich um sie - dabei machen sie in der Tiefsee bis zu 90 Prozent der bodennahen Biomasse aus. Anders ausgedrückt: Es gibt da unten verdammt viele von ihnen! Die Aufnahme stammt aus der Folge "Steffens entdeckt...Palau".

Donnerstag, 13. August 2009

VERSTRAHLT

Endlich habe ich es geschafft, mir die Ausstrahlungstermine der ARTE-Reihe "Steffens entdeckt..." zu merken. Also: Die zehn jeweils 45minütigen Filme werden werktäglich vom 16. bis 27. November ausgestrahlt, immer um 20.15 Uhr! Und hier noch eine kleine Kostprobe: Grönland!
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Mittwoch, 5. August 2009

SEXY PO

Es müssen ja nicht immer nur die ganz großen Themen der Naturwissenschaft sein. Manchmal sind gerade die etwas abseitigen Fragen besonders spannend oder zumindest unterhaltsam. Zum Beispiel, warum ein Elk kein Elch ist und weiße Hintern Hirsche anmachen. Ein Ausschnitt aus "Steffens entdeckt...Kanada", wo ich Bärenforscher Reno Sommerhalder getroffen habe:

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Montag, 3. August 2009

KRÖTEN SCHLUCKEN

Die Agakröte, vor gut 70 Jahren von Menschen ABSICHTLICH aus Südamerika nach Australien gebracht, weil man meinte, sie würde eine schädliche Käferart fressen, ist inzwischen eine der größten Plagen Australiens. Im Örtchen Weipa, ziemlich weit im Norden der Cape York Halbinsel, war ich mit Gifttierforscher Bryan Fry unterwegs. Abends im Hotel, ich wollte gerade meine Klamotten aus der Waschmaschine holen, stolperten wir über eine Ansammlung der hochgiftigen Hüpfer. Sie breiten sich immer weiter aus, die heimischen Tiere, die diese Kröten schlucken - Krokodile, Schlangen, Dingos, Greifvögel usw. - sterben am Gift, kleinere Tierchen - Frösche, Echsen usw. - werden von den Agas gefressen. Eine ziemliche Katastrophe. Und mal wieder ein gutes Beispiel dafür, wie schief es gehen kann, wenn Menschen meinen, die Natur steuern zu können. Der Filmausschnitt wird in der Folge "Steffens entdeckt...Giftiges Australien" zu sehen sein.
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Freitag, 24. Juli 2009

PATAGONIEN RELOADED

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Pinguine, Robben, Kondore, Papageien und Wale - das sind nur einige der Tierarten, die mir während unserer Dreharbeiten in Patagonien begegnet sind. Von allen zehn Folgen unserer ARTE-Reihe ist diese vielleicht die schönste - denn aus Patagonien konnten wir tatsächlich gute Nachrichten mitbringen; von erfolgreichen Artenschutzprojekten, Nachzuchtvorhaben und Wiederansiedlungen. Super, wenn man nicht immer nur vom Untergang der Natur berichten muss! Ist auf Dauer ein bisschen eintönig - und macht ja auch keinen Spaß.
Und bevor ich mal wieder eine TV-Ankündigung vergesse: Am 30. Juli, also am kommenden Donnerstag, läuft in der ARD-Sendung "Pilawas Weltreise" ein kleiner Quiz-Beitrag von und mit mir. Es geht um Schlangen... Mal sehen, ob die Promis im Rateteam die Antwort wissen.

Freitag, 10. Juli 2009

FLIPPER IN FARBE

Und hier ein weiterer Ausschnitt der kommenden ARTE-Serie, dieses Mal: "Amazonien". Dort habe ich u. a. Holzfäller, Umweltschützer, Seekühe und Rosa Delfine getroffen. Mit denen konnte ich sogar spielen. Sehen mit ihrer rosa Hautfarbe wirklich ulkig aus, wie Flipper aus dem Farbeimer.
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Dienstag, 7. Juli 2009

FISCHVERGIFTUNG

Ich erzähle ja immer so viel von meinen Drehreisen - und dann dauert es aber jeweils noch Monate, bis die Filme auch tatsächlich im Fernsehen laufen. Deshalb hier mal ein kleiner Ausschnitt vorab. Ist noch ein Rohschnitt, ohne Sprechertext. Also work in progress. Vermittelt aber immerhin einen Eindruck. In dieser Sequenz fange ich gerade gemeinsam mit dem australischen Meeresforscher Jamie Seymour einen giftigen Steinfisch am Great Barrier Reef. Wir wollen das Tier melken, sein Gift abzapfen, das später im Labor analysiert werden wird. Diese Szene soll später Teil der Folge "Steffens entdeckt...Great Barrier Reef" auf ARTE sein.
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Montag, 6. Juli 2009

JUCKREIZ

Nur schnell Bescheid sagen: Morgen werde ich in der Talkshow von Markus Lanz zu Gast sein. Im ZDF um 23.30 Uhr. Es wird um Mücken gehen, deren Ausbreitung, die übertragenen Krankheiten wie Malaria und natürlich um die Frage, wie man sich vor den Quälgeistern schützen kann. Ich sollte es eigentlich wissen, werde seit 15 Jahren ja sozusagen hauptberuflich gestochen.

Dienstag, 30. Juni 2009

Da habe ich mich auf meinen Sommer in Hamburg gefreut und jetzt das: Die Handwerker zerlegen gerade mit ihrem Presslufthammer meinen Balkon, die ganze Bude dröhnt. "Notwendige Sanierungsarbeiten" sagen sie, "dauert nur eine Woche". Aha.

Morgen werde ich aber eh nicht daheim sein, denn dann steigt in Berlin die große WWF-Night. Als Botschafter der Umweltschutzorganisation habe ich auch eine Einladung bekommen und soll sogar eine kleine Rede halten. Hi, hi, ich werde dann mal versuchen, die manchmal etwas spröde Öko-Szene ein bisschen aufzumischen. Anlass der Umwelt-Sommerparty ist die Einweihung der neuen WWF-Zentrale in Berlin. Da sitzen die Naturschützer mit dem Panda-Label nun in Sichtweite der Regierenden - und können denen künftig hoffentlich noch effizienter auf die Pelle rücken. Zur Zeit engagiert sich der WWF weltweit in über 1.500 Klima-, Arten- und Naturschutzprojekten. Viel. Aber noch lange nicht genug.

O nein! Jetzt fängt der Presslufthammerterror wieder an. Ich mach mich besser aus dem Staub...

Donnerstag, 18. Juni 2009

Paviane sind in den meisten Gegenden Afrikas ungefähr so beliebt wie die Schweinegrippe. Sie klauen den Menschen alles, was nicht niet- und nagelfest ist, randalieren auf Farmen und plündern Äcker. Außerdem können sie ziemlich aggressiv sein. Viele Farmer erschießen deshalb die Affen, sobald sich diese in Reichweite ihrer Gewehre wagen. Aber Rita Miljo, eine deutschstämmige Dame in den 70ern, meint, alle Tiere hätten das Recht auf eine würdige Behandlung und keines dürfe getötet werden. Also ist sie in Südafrika inzwischen als "Pavian-Lady" bekannt, die mit den Tieren Haus und Hof teilt. Ihre Tierschutzorganisation ist wahrscheinlich die einzige, die sich für die ungeliebten "Baboons" einsetzt. Wir haben sie während unserer Drehreise besucht und waren von der resoluten Affen-Lady schwer beeindruckt. Und beim Anblick der kleinen Babies mit ihren Nuckelflaschen ist es gar nicht mehr schwer zu verstehen, warum Rita die Paviane so liebt.
Unsere Afrika-Expedition ist glücklich zu Ende gegangen, alle sind heil wieder daheim angekommen. Jetzt mache ich Urlaub, eine ganze Woche lang!

Donnerstag, 11. Juni 2009

PRESSEERKLÄRUNG: PALAU BESTÄTIGT AUFNAHME VON GUANTANAMO-HÄFTLINGEN

In meiner Funktion als Honorarkonsul der Republik Palau gebe ich, autorisiert durch den Präsidenten der Republik, Johnson Toribiong, und die Außenministerin, Sandra Sumang Pierantozzi, folgendes bekannt:

Die Regierung der Republik Palau hat beschlossen, 17 Guantanamo-Häftlingen, die zur chinesischen Volksgruppe der Uiguren gehören, die Einreise und den Aufenthalt in ihr Land zu gestatten. Die Regierung unter Leitung von Präsident Johnson Toribiong entspricht damit einer Anfrage der US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton.

Bereits Ende dieser Woche soll eine palauische Delegation in das Gefangenenlager auf Kuba reisen, um “die Identität der betroffenen Häftlinge, ihren Gesundheitszustand und ihre Bereitschaft, nach Palau einzureisen” zu überprüfen, gab Toribiong heute bekannt. Sollten die Häftlinge ihrer Überstellung in den Pazifikstaat zustimmen, stehe “einer zeitnahen Überführung nichts im Wege”. Allerdings müssten zunächst noch die gegenwärtig laufenden Gespräche mit der US-Regierung “über die genauen Modalitäten abgeschlossen” werden. Dazu gehöre eine Übereinkunft, in welcher Form die USA den Transport der betroffenen Männer organisieren wollen. Außerdem gelte es, “alle sicherheitsrelevanten Fragen zu klären, die notwendigen administrativen Schritte einzuleiten sowie die Unterbringung der Noch-Häftlinge zu organisieren”. All dies werde “in engster Abstimmung mit unseren amerikanischen Freunden” geschehen, betont der Präsident. Toribiong erwartet “keinerlei Sicherheitsprobleme” für sein Land, “da es sich bei den betroffenen Personen um unschuldige Männer handelt, von denen aller Wahrscheinlichkeit nach keine Bedrohung ausgehen wird”. Zur Begründung seiner Entscheidung meint der Präsident, sie sei erfolgt "in Übereinstimmung mit der uralten Tradition Palaus, Menschen in Not Obdach und Hilfe zu gewähren."

Außenministerin Pierantozzi dementierte Berichte auch in deutschen Medien, wonach Palau als Gegenleistung für die Aufnahme der Guantanamo-Häftlinge 200 Millionen US-Dollar erhalte. Es gebe “keinen Deal Gefangene für Geld”. Offenbar seien Falschmeldungen in US-Medien ungeprüft übernommen worden, fügte Pierantozzi hinzu. Vereinbart sei bisher lediglich die Zahlung von “85.000 US-Dollar pro Häftling” als Kompensation für die dem kleinen Land entstehenden Kosten. Im Übrigen sei die Regierung “nach der langjährigen und bedingungslosen Unterstützung unseres Landes durch die USA nun froh, auch einmal etwas für die Vereinigten Staaten tun zu können.”

Am 5. Juni hatte US-Außenministerin Hillary Rodham Clinton über ihren Botschafter in Koror angefragt, ob “angesichts der exzellenten Beziehungen zwischen den USA und Palau sowie dem gemeinsamen Einsatz für humanitäre Werte” Palau sich nicht in einer Position befinde, in der “die Bitte um Unterstützung bei der schwierigen Aufgabe der Umsiedlung bestimmter Häftlinge, die zur Zeit in Guantanamo Bay einsitzen, positiv beantwortet werden könne.” Dies würde “die ohnehin schon starke und besondere Beziehung” der beiden Staaten noch “weiter vertiefen”. Bereits einen Tag später, am 6. Juni, erklärte die Regierung von Palau dann ihre Bereitschaft, die Häftlinge aufzunehmen.

Wann die Männer nach Palau kommen, wo genau sie wohnen und welche Freiheiten ihnen eingeräumt werden, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Eine gemeinsame Unterbringung aller Häftlinge sei für die Anfangszeit geplant, Toribiong betonte aber, “die Männer werden in Palau keine Gefangenen sein”. Über die Dauer des Aufenthaltes der 17 Uiguren werde das Parlament der Republik regelmäßig beraten und dann “der jeweiligen Situation enstsprechend entscheiden.”

Der Pazifikstaat Palau hat knapp 20.000 Einwohner und verfügt über keine eigene Armee. Die Landesverteidigung obliegt den Vereinigten Staaten von Amerika.

Dienstag, 9. Juni 2009

HATARI


Im Spielfilmklassiker Hatari geben John Wayne und Hardy Krueger die harten Tierfilm-Jungs. Im echten Krueger Nationalpark ist der echte Marius Krueger ein echter Tierfaenger. Auf dem Foto fuehrt er gerade eines der vier (!) Nashoerner, die wir heute morgen gefangen haben, zum wartenden Transport-LKW. Ich schiebe von hinten, mit Sicherheitsabstand zu den Hoernern. Die ganze Fangaktion lief erstaunlich schnell und unaufgeregt ab: Der Tierarzt feuert vom Helikopter sein Betaeubungsgewehr ab, dann erledigt das Bodenteam unter Marius Leitung den Rest. Die Fangprofis versuchen dabei zu verhindern, dass ein Nashorn wirklich "betaeubt" wird, es soll idealerweise so benebelt sein, dass es harmlos aber noch faehig ist, auf eigenen Fuessen zu stehen. Denn so laesst es sich bequem und schonend in den Kaefig schieben, ohne dass Seile und Kraene eingesetzt werden muessen. Die bergen immer ein hohes Verletzungsrisiko fuer die Tiere. Die gefangenen Wildtiere aus dem Kruegerpark werden spaeter in anderen, weniger wildreichen Regionen wieder freigelassen oder verkauft. Der Erloes dient dann wieder dem Naturschutz - eine gute Sache also.

Nach diesem aufregenden Tag und dem Abstecher nach Mosambik, wo wir eine Anti-Wilderer-Einheit besucht haben, bleiben uns noch zwei Tage im Krueger Park. Danach duesen wir in den Caprivi Streifen nach Namibia. Keine Nashoerner fangen, dafuer Loewen. Kein Wunder, dass ich meinen Job gerade mal wieder so richtig liebe, oder?

Dienstag, 26. Mai 2009

GASSI GEHEN

Zurück aus Australien, schnell die Fotos sortieren. Dieses hier ist am Osprey Reef, vom Great Barrier Reef noch etwa weitere 100 Kilometer seewärts, entstanden. Ich führe dort gerade meinen Hai Gassi - so sieht es zumindest aus. In Wirklichkeit habe ich dort unter Anleitung des Haiforschers Richard Fitzpatrick versucht, die Raubfische mit der Hand zu fangen. Mit Richards Hilfe ist dann dieser hier an meiner Leine gelandet. Ich ziehe ihn gerade an die Oberfläche, wo wir ihn aufs Boot hieven werden, um das Tier zu untersuchen und zu scannen. Die meisten Haie an diesem Riff tragen nämlich Chips unter der Haut, die Richard ihnen eingepflanzt hat. Die kleinen Chips werden von Sensoren im Wasser erfasst und so können alle Bewegungen der Tiere gespeichert und wissenschaftlich ausgewertet werden. Daraus können die Forscher dann jede Menge über das Verhalten der Haie lernen. Ein spannendes Projekt - auch für mich, denn zu versuchen, einen Hai mit bloßen Händen zu greifen, ist ganz schön aufregend.
Am kommenden Freitag tausche ich dann den Taucheranzug mit einem Geländewagen. Dann geht es schon wieder nach Afrika, Löwen und Nashörner mit Funksendern ausstatten. Und im Fernsehen werde ich am 12. Juni zu sehen sein, mit einem kleinen Einpspielfilm in der Markus Lanz - Sendung "Das will ich wissen!" Und worum geht es? Natürlich um Haie! Insbesondere um ihren ausgeprägten Geruchssinn, mit dem sie einen einzigen Tropfen Blut in einem 50-Meter-Pool erschnuppern können.

Montag, 11. Mai 2009

LEINEN LOS

Koalas, Schlangen und Kroeten ade - nach zehn Drehtagen an Land stechen wir heute nachmittag in See, um unsere Unterwasseraufnahmen vom Great Barrier Reef in Angriff zu nehmen. Das Riff ist bekanntlich das groesste Korallenriff der Welt und zaehlt zu den sieben Weltwundern der Natur. Es ist ungefaehr 2.300 Kilometer lang, wird gesaeumt von etwa 1.000 Inseln und besteht aus mindestens 2.500 Einzelriffen. Das ist gross! Richtig gross! Anders gesagt: Das groesste Bauwerk, das Lebewesen auf unserem Planeten jemals geschaffen haben. Wir werden uns auf das Osprey Reef konzentrieren, welches ich schon von einer frueheren Expedition kenne und versuchen, den Haien dort moeglichst nahe zu kommen. Der gefaehrlichste Teil der Reise ist auch beim Osprey Reef aber natuerlich die Anfahrt - hoffentlich werde ich nicht wieder seekrank! Fuenf Tage auf einem vergleichsweise kleinen Schiff koennen bei stuermischem Wetter endlos lang werden. Und wenn man immer nur ueber der Reling haengt, macht das schoenste Riff keinen Spass mehr. Genauso wenig wie das Tippen auf englischen Tastaturen: Da fehlen naemlich die Umlaute und deshalb verschreibe ich mich andauernd....

Mittwoch, 29. April 2009

HELLO AGAIN

Kängurus haben ziemlich feine Nasen, empfindliche und große Ohren sowie starke Hinterbeine (jedenfalls fast alle Arten). Damit können einige Exemplare bis zu 50 Stundenkilometer schnell hoppsen. Bei hohen Geschwindigkeiten ist das Springen übrigens viel effizienter als das Laufen auf zwei oder vier Beinen. Die Kängurus verbrauchen dank ihrer elastischen Muskelbänder dabei nur sehr wenig Energie. Die Sache hat allerdings zwei Nachteile: Bei langsamem Tempo ist die Energiebilanz schlecht. Und außerdem können die Tiere mit ihren Hüpfbeinen keinen einzigen Schritt rückwärts tun. Warum ich das erzähle? Na weil ich gleich ins Flugzeug steigen werde und mich schon tierisch darauf freue, die Kängurus mal wieder zu besuchen. Ich melde mich aus Australien!

Montag, 27. April 2009

AUA!


Am Anfang hatten wir noch gute Laune: Unsere kleine Laufgruppe gestern am START zum Hanse-Marathon in Hamburg. Am ZIEL sahen dann alle deutlich schlechter aus. Ich war langsam, ab Kilometer 35 hat jeder Schritt weh getan und heute quietschen meine Knie wie alte Eisentüren - aber egal: Es ist geschafft und ich trage voller Stolz eine völlig lächerliche Medaille. Zum Glück können sich die Beine jetzt ausruhen. Übermorgen fliegen wir für zwei weitere Folgen aus der ARTE-Reihe "Steffens entdeckt..." nach Australien und ich werde anderthalb Tage lang in Flugzeugen eingesperrt sein! Danach geht es zum Filmen ans Great Barrier Reef - und bis ich dort tauchen gehe, sind die Marathon-Schmerzen hoffentlich verschwunden.

Freitag, 24. April 2009

MEIN FREUND DER BAUM


Der 25. April ist der Tag des Baumes. In Berlin darf ich daher morgen eine große Baumparty moderieren. Unmittelbar neben Reichstag und Kanzleramt wirke ich von 11.00 bis 13.00 Uhr am "Kick-off" eines großen Pflanzprogrammes mit - und jeder ist willkommen. Im Rahmen des Projektes werden allein in Berlin 100.000 neue Bäume gesetzt, überregional sollen es sogar eine Million werden! Jeder einzelne davon wird im Laufe seines Wachstums der Atmosphäre etwa drei Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid entziehen. Was mich besonders beeindruckt und erfreut: Das Ganze ist eine Schülerinitiative, die sich "Plant for the planet" (www.plant-for-the-planet.org) nennt. Und die Idee dazu hatte vor zwei Jahren ein heute erst elfjähriger Schüler, Felix Finkbeiner. Freue mich schon darauf, ihn kennen zu lernen. Ist doch echt beeindruckend, dass ein Junge in dem Alter so viel bewegt. Da muss ich mich fast schämen, denn als ich elf war, habe ich mich hauptsächlich für Bonanza-Fahrräder, Fußball und Eis am Stil interessiert. Bin offenbar ein Spätentwickler!

Samstag, 18. April 2009

SHOWSOFA


Eigentlich bin ich ja kein großer Freund von Showsofas, weil dort immer alle durcheinander plappern. Jetzt muss ich meine Meinung natürlich ändern, denn gestern habe ich selber auf einem gesessen - siehe Foto. Neben Andrea Kiewel, Moritz Bleibtreu, Sonja Zietlow, Horst Lichter und Barbara Wussow. Die Show mit Markus Lanz hat echt Spaß gemacht. Lustig war auch die Probe: Da saß der Adler, der auch in der Sendung war, stundenlang auf den Stangen unter der Decke und wollte einfach nicht mehr runter kommen. Ein paar Dutzend Fernsehprofis standen hilflos rum. Mein nächster TV-Auftritt folgt am 24. April, also am kommenden Freitag. An diesem Tag wäre mein Jugendheld Bernhard Grzimek 100 Jahre alt geworden. Für die ZDF-Sendung "Hallo Deutschland" (17.15 Uhr) darf ich ein bisschen über ihn erzählen.

Mittwoch, 8. April 2009

AFFENPLAGE


Zurück aus Palau - und zum Glück hat inzwischen sogar in Hamburg der Frühling begonnen. Palau war mal wieder klasse (aber unfassbar feucht-heiß!). Leider bleibt auf solchen Drehreisen viel zu wenig Zeit, um das Land wirklich zu genießen. Aber wir sind mit Haien, Schildkröten und Mantas getaucht, in Höhlen und an Riffen. Gemeinsam mit Meeresbiologen haben wir uns den Zustand der Riffe genauer angesehen und ich durfte sogar eigenhändig eine markierte Schildkröte aus einer Aufzuchtstation wieder in die Freiheit entlassen!

An Land haben wir uns unter anderem mit der Affenplage auf der Insel Angaur beschäftigt. Die Affen sollen während der Kolonialzeit von den Deutschen dorthin gebracht worden sein. Sie benutzten die Tiere als lebende Gas-Warnmelder, setzten sie in die Löcher, aus denen sie Phosphat abbauten und wussten: Solange die Affen fit sind, müssen auch die Arbeiter kein giftiges Gas fürchten. Als die Deutschen abzogen, verwilderten die Affen und sind heute eine Plage, die den Farmern auf Angaur die Ernte wegfressen. Die kleine Insel braucht nun die Hilfe von Umwelt-Organisationen, um die Affenplage in den Griff zu bekommen. Vielleicht aus Deutschland? Schließlich, so meinte eine Farmerin zu mir, hätten wir Deutschen die Affen ja auch eingeschleppt. Na ja.

Ansonsten geht es auch daheim munter weiter: Der nächste Fernsehauftritt wird am Freitag, 17. April, 21.15 Uhr, im ZDF zu sehen sein. Ich bin als Erklärbär in die Sendung "Das will ich wissen" mit Markus Lanz eingeladen. Hoffentlich sind die Fragen nicht zu schwierig....

Dienstag, 17. März 2009

EXPEDITION INS SCHLAGERLAND

Am Sonntag ist eine der exotischsten Expeditionen zu Ende gegangen, die ich je unternommen habe: Sie führte mich ins Land des deutschen Schlagers! Und da war ich vorher wirklich noch nie!

Auf Gran Canaria sind in der vergangenen Woche die drei Folgen der ZDF "Frühlingsshow" (Ausstrahlung im April) aufgezeichnet worden. Starkoch Steffen Henssler, Comedian Ingo Oschmann u. v. a. waren dabei - und eben auch ich, um zum Beispiel zu erklären, woher die Dünen von Maspalomas kommen, was Kolumbus auf den Kanaren gemacht hat und welche Wale in den Gewässern leben. So weit so gut. Gewöhnungsbedürftig - zumindest für mich - war aber das musikalische Rahmenprogramm. Roberto Blanco, Mary Roos, Bernhard Brink sowie (gefühlt!) die tausendköpfige Nachfolge-Schlagergeneration - alle waren sie da. Und das Erstaunlichste daran: Ich hatte einen Riesenspaß! Mary Roos und die meisten anderen der Branche sind so nett, dass man wirklich mal ein Ohr zukneifen kann! Oder vielleicht werde ich ja doch noch ein Schlager-Fan?
Die Tanztruppe auf dem Foto stammt übrigens nicht von Gran Canaria, sondern aus meinem Lieblingsland Palau. Und ich freue mich sehr, übermorgen wieder dorthin fliegen zu dürfen, um meinen eigentlichen Job zu machen. Wir werden eine weitere Folge der ZDF/ARTE-Reihe "Steffens entdeckt..." drehen - unter Wasser, in Wracks, Höhlen und mit Haien. Und außerdem gibt mir die Reise Gelegenheit, den neu gewählten Präsidenten des Landes kennen zu lernen. Als Honorarkonsul von Palau muss ich mich ja noch bei ihm vorstellen. Also ausnahmsweise mal nicht nur Badelatschen einpacken, sondern auch ein gebügeltes Hemd!

Montag, 2. März 2009

COOLES EHRENAMT

In den vergangenen 15 Jahren, in denen ich gemeinsam mit meinen Redaktions- und Kamerakollegen um die Welt gereist bin, um Reise- und Naturdokus zu drehen, habe ich auf allen Kontinenten, in allen Klimazonen und selbst in den entlegensten Regionen unseres Planeten mit eigenen Augen gesehen, wie weit die Zerstörung der Erde schon vorangeschritten ist. Bei der Erhaltung der Natur zu helfen, ist für mich daher eine Herzensangelegenheit. Ich freue mich also wirklich sehr - und bin auch ein wenig stolz! - vom World Wide Fund For Nature zum WWF-Botschafter berufen worden zu sein. Das ist ein (natürlich unbezahltes!) Ehrenamt, welches hauptsächlich dazu dient, bestimmte Umwelt-Themen stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. Das werde ich natürlich sehr gerne tun! Sobald die Projekt-Pläne mit den WWF-Kollegen erarbeitet sind (und sobald das ZDF meinen "Antrag auf Genehmigung einer außerdienstlichen Tätigkeit" genehmigt hat!), kann`s losgehen. So viel sei schon verraten: Es sieht so aus, als würde ich künftig noch häufiger nach Afrika reisen! Jippieh!

Und auch sonst ist dieser graue und regnerische Montag mit typisch Hamburger Schmuddelwetter ein richtig schöner Tag: "Terra X - Faszination Erde: Tansania" hat auch dieses Mal sensationelle Einschaltquoten erreicht! Danke an alle, die eingeschaltet haben!

Dienstag, 24. Februar 2009

NOCH MEHR FERNSEHEN


Toll, fast fünf Millionen Zuschauer haben unsere TerraX-Sendung über Neuseeland gesehen! Dankeschön!

Am Donnerstag geht es weiter, dann bin ich zu Gast in der Talkshow von Johannes B. Kerner, 23.15 Uhr im ZDF.

Und dann ist schon wieder Sonntag und es läuft der zweite Teil unserer TerraX-Reihe, dieses Mal beschäftigen wir uns mit Tansania. Ein paar Geschichten der Reise habe ich ja schon gebloggt, in der Sendung gibt es aber natürlich noch viel mehr zu erfahren. Auch das natürlich im ZDF, 19.30 Uhr am 1. März. Und danach gibt es dann erstmal eine kleine Fernsehpause von mir, denn bevor wir neue Sendungen zeigen können, muss ich erstmal wieder auf Reisen gehen.

Freitag, 20. Februar 2009

VOLLE KANNE

Was man im Fernsehen nicht sehen konnte: Während meines Besuchs bei "Volle Kanne", der ZDF-Vormittagssendung, gibt es tatsächlich echtes Frühstück und echten Tee. Ich habe drei Becher getrunken und in der zweiten Hälfte der Sendung dafür gelitten, denn in einer Live-Sendung kann man ja nicht einfach auf Toilette gehen.

Wer die Sendung am 17. Februar verpasst hat, kann sie unter diesem link noch anschauen: vollekanne

Und nicht vergessen: Am kommenden Sonntag um 19.30 Uhr im ZDF: Terra X - Faszination Erde: Neuseeland!

Am meisten Spaß in Neuseeland hat mir übrigens der Dreh mit dem Kiwi und dem Kiwi-Suchhund gemacht. Sind schon komische Vögel, dieses Kiwis...

Mittwoch, 11. Februar 2009

LEISTUNGSDRUCK

Die neue Folge von "Faszination Erde" läuft am 22. Februar, 19.30 Uhr, erstmals unter dem bekannten ZDF-Label "TERRA X". Der große Name verpflichtet natürlich, ich hoffe also, unsere Doku über Neuseeland wird ein Erfolg! 

Bis sie gezeigt wird, bin ich an meinem Schreibtisch fest getackert, denn mit Entsetzen habe ich gerade bemerkt: Mein neues Buch (link rechts) kann man bei Amazon schon bestellen! Dabei habe ich es noch gar nicht fertig geschrieben! O man! Ich muss jetzt aufhören, weiter arbeiten .... und hoffentlich liest die Lektorin nicht meinen Blog!?

Montag, 9. Februar 2009

SIESTA


Wer kennt schon den Ol Doinyo Lengai? Der aktive Vulkan in Tansania ist hierzulande so unbekannt, dass er noch nicht mal als fiese Knock-Out-Frage in Kreuzworträtseln auftaucht. Ich jedenfalls habe noch nie mit meiner Kenntnis vom "Vulkan auf dem Ostafrikanischen Grabenbruch mit 14 Buchstaben" ein Rätsel lösen können. Dabei ist er echt spannend: Fast 3.000 Meter hoch, er speit Lava, die sich nach kurzer Zeit WEISS verfärbt (weltweit einmalig!) und ist dem Glauben der Massai zufolge Sitz des Gottes Engai, der ab und zu mal sauer wird und den Berg dann Feuer spucken lässt. Außerdem sieht er einfach ziemlich gut aus, so richtig vulkanisch-kegelig. Leider gibt es auf den Asche- und Grasfeldern an seinem Fuß keinen einzigen Baum, was in der afrikanischen Mittagshitze ziemlich doof ist. Glücklicherweise hatte ich aber einen Regenschirm mitgebracht, um unter der permanenten Einstrahlung nicht endgültig rammdösig zu werden. Wer um halb fünf morgens aufsteht und den ganzen Tag auf einem Vulkan schmort, darf doch auch mal ausruhen, oder? Meine ZDF-Kollegen hänseln mich seither mit diesem Foto.
Am kommenden Dienstag, 17. Februar, werde ich übrigens in der Sendung "Volle Kanne" (ZDF, 9.05 bis 10.30 Uhr) zu Gast sein. Mal sehen, was für fiese Bilder die Kollegen denen zugespielt haben...

Donnerstag, 29. Januar 2009

VORTRAG

Bevor ich vergesse, allen rechtzeitig Bescheid zu sagen: Am kommenden Mittwoch, dem 4. Februar, werden der Expeditionsbiologe Dr. Matthias Hammer und ich gemeinsam eine kleine Abendveranstaltung bestreiten. Er (viel netter als sein Name sich anhört!) berichtet von weltweiten Naturschutzexpeditionen, an denen jeder teilnehmen kann und ich (wenn er mich lässt...) erzähle ein bisschen von meiner Arbeit und der Naturfilmerei. Aus meinem Buch werde ich vielleicht auch noch etwas vortragen. 

Veranstaltungsort ist der Globetrotter - Shop in Köln, im Olivandenhof, und Beginn ist um 20.30 Uhr. Wer dabei sein möchte, muss im Vorverkauf 8 Euro und an der Abendkasse 10 Euro investieren.

Freue mich auf Euren Besuch! 



Montag, 26. Januar 2009

ELEFANTENFRIEDHOF



Die Legenden von Elefantenfriedhöfen, also verborgenen Orten, an die die Dickhäuter sich zum Sterben zurückziehen, halten sich hartnäckig - und das nicht ohne Grund: Es gibt tatsächlich Orte, an denen auffällig viele Skelette liegen. Außerdem haben Forscher inzwischen herausgefunden, dass Elefanten tatsächlich um Verwandte trauern und sogar noch nach Jahren die Knochen von Artgenossen finden und von anderen Tierknochen unterscheiden können. Gibt es also wirklich Elefantenfriedhöfe? Na ja, die Wahrheit, wie wir sie gerade für die ZDF-Reihe TerraX in Tansania gefilmt haben, ist mal wieder ein wenig prosaischer als die schönen Legenden. Nicht ein uralter Instinkt lockt nämlich die greisen Elefanten zum Sterben an bestimmte Orte, nein, es sind simple Zahnschmerzen. Die Tiere bekommen sechs Mal im Leben neue Zähne. Ist der letzte Satz abgenutzt, können sie keine Äste und anderes hartes Zeugs mehr kauen, deshalb wandern sie an Plätze, wo das Futter weich und zart ist. Darin sind sie also uns, wenn wir im Greisenalter nur noch Brei schlabbern können, irgendwie ähnlich. Und weil dann so viele alte Elefanten in bestimmten Regionen zusammen sind, sterben dort auch überdurchschnittlich viele. So erklärt sich die Häufung von Knochenfunden an solchen Orten.


Pietätlos wie wir Fernsehleute nun mal sind, haben wir uns in den Drehpausen auf dem Elefantenfriedhof die Zeit mit Elefantendungweitwurf vertrieben (Foto). Mein Rekord steht bei 18,5 Metern, ich warte auf Herausforderer!

Dienstag, 6. Januar 2009

AUF GEHT´S!



Wünsche allen ein tolles 2009! 
Übermorgen startet die erste Expedition des Jahres, für unsere ZDF-Sendung "Faszination Erde". Tansania. Freue mich, aus der Hamburger Kälte heraus zu kommen. Heute morgen nach dem Aufstehen zeigte das Thermometer doch tatsächlich minus zehn Grad! Brrr! Da freue ich mich doch auf Afrika. Hoffentlich passiert uns nicht wieder so ein Missgeschick wie in Alaska. Auf dem Foto (hat meine Kollegin geschossen während ich vor weiteren Bären davon gelaufen bin) sieht man, wie ein übermütiger Grizzly gerade meine nigelnagelneue Moderationsjacke zerfetzt. Und das Mikro hat er auch kaputt gemacht. Tja, da müssen wir im neuen Jahr wohl besser auf unsere Sachen aufpassen.

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