Dienstag, 26. Mai 2009

GASSI GEHEN

Zurück aus Australien, schnell die Fotos sortieren. Dieses hier ist am Osprey Reef, vom Great Barrier Reef noch etwa weitere 100 Kilometer seewärts, entstanden. Ich führe dort gerade meinen Hai Gassi - so sieht es zumindest aus. In Wirklichkeit habe ich dort unter Anleitung des Haiforschers Richard Fitzpatrick versucht, die Raubfische mit der Hand zu fangen. Mit Richards Hilfe ist dann dieser hier an meiner Leine gelandet. Ich ziehe ihn gerade an die Oberfläche, wo wir ihn aufs Boot hieven werden, um das Tier zu untersuchen und zu scannen. Die meisten Haie an diesem Riff tragen nämlich Chips unter der Haut, die Richard ihnen eingepflanzt hat. Die kleinen Chips werden von Sensoren im Wasser erfasst und so können alle Bewegungen der Tiere gespeichert und wissenschaftlich ausgewertet werden. Daraus können die Forscher dann jede Menge über das Verhalten der Haie lernen. Ein spannendes Projekt - auch für mich, denn zu versuchen, einen Hai mit bloßen Händen zu greifen, ist ganz schön aufregend.
Am kommenden Freitag tausche ich dann den Taucheranzug mit einem Geländewagen. Dann geht es schon wieder nach Afrika, Löwen und Nashörner mit Funksendern ausstatten. Und im Fernsehen werde ich am 12. Juni zu sehen sein, mit einem kleinen Einpspielfilm in der Markus Lanz - Sendung "Das will ich wissen!" Und worum geht es? Natürlich um Haie! Insbesondere um ihren ausgeprägten Geruchssinn, mit dem sie einen einzigen Tropfen Blut in einem 50-Meter-Pool erschnuppern können.

Montag, 11. Mai 2009

LEINEN LOS

Koalas, Schlangen und Kroeten ade - nach zehn Drehtagen an Land stechen wir heute nachmittag in See, um unsere Unterwasseraufnahmen vom Great Barrier Reef in Angriff zu nehmen. Das Riff ist bekanntlich das groesste Korallenriff der Welt und zaehlt zu den sieben Weltwundern der Natur. Es ist ungefaehr 2.300 Kilometer lang, wird gesaeumt von etwa 1.000 Inseln und besteht aus mindestens 2.500 Einzelriffen. Das ist gross! Richtig gross! Anders gesagt: Das groesste Bauwerk, das Lebewesen auf unserem Planeten jemals geschaffen haben. Wir werden uns auf das Osprey Reef konzentrieren, welches ich schon von einer frueheren Expedition kenne und versuchen, den Haien dort moeglichst nahe zu kommen. Der gefaehrlichste Teil der Reise ist auch beim Osprey Reef aber natuerlich die Anfahrt - hoffentlich werde ich nicht wieder seekrank! Fuenf Tage auf einem vergleichsweise kleinen Schiff koennen bei stuermischem Wetter endlos lang werden. Und wenn man immer nur ueber der Reling haengt, macht das schoenste Riff keinen Spass mehr. Genauso wenig wie das Tippen auf englischen Tastaturen: Da fehlen naemlich die Umlaute und deshalb verschreibe ich mich andauernd....

Meine Arbeit wird unterstützt von:

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