Freitag, 17. Dezember 2010

NEUER FREUND

Ein kleines Erinnerungsfoto an die indischen Momente im Leben....



Position:Airport Road,Borjhar,Guwahati,Indien

Montag, 13. Dezember 2010

ABSCHLEPPFAKIR

Es gibt ganz genau eine Tierart auf der Erde, die ich nicht mag. Ratten. Früher habe ich fast phobisch auf Ratten reagiert, heute fühle ich mich in ihrer Gegenwart immer noch unwohl. Karni Matar, der Rattentempel in Deshnoke, ist also genau der Ort in Indien, den ich am allerwenigsten besuchen möchte. Natürlich haben die lieben Kollegen genau dorthin einen Drehtag gelegt. Also musste ich einen Tag lang barfuß durch Rattenfäkalien tapsen, den Gestank einatmen und ertragen, dass mir räudige Ratten über die Füße liefen (soll Glück bringen - glaube ich aber nicht!). Beim Moderieren mussten wir erstmal eine Rattenleiche entsorgen und dann hat mir eines der Viecher auch noch in den großen Zeh gebissen. Kein leichter Tag.


Es wurde nicht einfacher, denn am nächsten Morgen stand ich im Dienst der IRA, der Indian Rational Association, also der Vernünftigen Gesellschaft. Die hat es sich zur Aufgabe gemacht, den in ländlichen Regionen Indiens noch weit verbreiteten Aberglauben zu bekämpfen. Selbsternannte Gurus nehmen den Leuten nämlich immer wieder mit falschen Versprechungen oder Drohungen Geld ab. Um so etwas zu verunmöglichen, veranstaltet die IRA Bildungsshows, um scheinbar Unerklärliches rational zu erklären. So kam es, dass ich für einen Tag zum Aushilfsfakir geworden bin und mir einen ansehnlichen Fleischerhaken durch die Rückenhaut habe treiben lassen. An dem Haken wurde dann ein Seil befestigt und an dem ein Tata-Kleinwagen. Gemeinsam mit einem indischen Fakirkollegen haben wir das Auto dann vor den Augen der staunenden Menge über den Dorfplatz gezogen. Jetzt weiß ich also, wie das funktioniert und könnte, sobald ich zurück in Deutschland bin, als emissionsfreier Abschleppwagen arbeiten.

Ihr seht: Der Job als ZDF-Moderator hat auch seine Schattenseiten. Warum ich mir das alles angetan habe, könnt Ihr am 30. Januar 2011 um 19:30 Uhr sehen.

Dienstag, 7. Dezember 2010

GEBURTSTAGSWÄSCHE

Rafting auf dem Oberlauf des Ganges im Himalaya - das war ein Geburtstag ganz nach meinem Geschmack. Und außerdem hatte ich auch noch Gelegenheit, mich in Haridwar von allen Sünden reinzuwaschen, denn die Hindus glauben, an dieser Stelle sei das Wasser des Ganges heilig und ein Bad in den Fluten sei ein Waschgang für die Seele. Sicherheitshalber habe ich mich zusätzlich noch von zwei Sadus segnen lassen, es kann also eigentlich nichts mehr schiefgehen.



Viele Gläubige werfen in Haridwar auch noch Glücksmünzen in den Fluss. Keine Ahnung, ob dank dieser Methode tatsächlich Wünsche wahr werden. Auf jeden Fall freut das aber die "Magnetkinder", die am Ufer auf und ab laufen, starke Magneten an Bändern ins Wasser werfen und so mit viel Geduld und Geschick ein paar Rupien verdienen können. Für den Jungen auf dem Foto ist jeder Fang ganz sicher eine Glücksmünze!




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