Mittwoch, 16. März 2011

HÄRTE ZEIGEN

5 Grad Luft-,
4 Grad Wassertemperatur.
Nebel.
Nieselregen.

Ein schöner hamburgischer Frühlingstag, genau richtig, um die Wassersportsaison zu eröffnen. Also war ich gestern mit meinem Kajak zum "Anpaddeln" auf Hamburgs Alster und Kanälen unterwegs. Damit ist aktenkundig, dass ich meine Paddelpartnerinnen Gina und Carola in diesem Jahr geschlagen habe. Ich war als erster da draußen!

Und habe erbärmlich gefroren.

Montag, 14. März 2011

TEMPEL UND TRAUER

Angkor Wat - das war mal wieder eines dieser Erlebnisse, die mir auch nach 20 Jahren auf Reisen immer wieder begegnen. Ich war erstaunt, beeindruckt, fasziniert - und dankbar, so einen wunderbaren Ort mit eigenen Augen bestaunen zu dürfen. Die Tempelstadt von Angkor Wat ist im Gegensatz zu vielen anderen, denen man Ähnliches nachsagt, tatsächlich einer der ganz und gar fantastischen Orte auf dieser Erde. Bereits vor knapp 1.000 Jahren lebten hier 1 Million Menschen in einem Gebiet, das etwas größer ist als Berlin. Damals wahrscheinlich die größte Stadt der Welt und das Zentrum des Khmer-Reiches. Und auch wenn heute nur noch Ruinen übrig sind - selbst die sind so wunderschön, dass sie jeden Besucher unweigerlich in ihren Bann ziehen.

Während ich im Flugzeug ein paar tausend Meter über Asien Richtung Heimat saß, bebte vor der Küste von Japan die Erde. Die schrecklichen Nachrichten erreichten mich erst nach der Landung in Deutschland. Noch im September/Oktober war ich für die ZDF-Reihe Terra X selbst in Japan. Ich kletterte damals auf den Vulkan Aso, der gar nicht weit von jenem entfernt ist, der nun in Folge des Erdbebens ausgebrochen ist. Und in Tokio habe ich ausgerechnet die Wissenschaftler getroffen, die ihre Arbeit der Erforschung von Tsunamis und dem Küstenschutz gewidmet haben. Das Foto zeigt mich mit einem der Forscher in dem Tsunami-Wellenkanal, in dem künstliche Wellen erzeugt werden, um sie besser untersuchen zu können. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass unser Thema schon so bald so schreckliche Bedeutung erlangen würde. Die ständig steigende Zahl der Todesopfer ist von lähmender Grausamkeit. Die zusätzliche Bedrohung durch außer Kontrolle geratene Atomkraftwerke erschüttert und entsetzt mich. Eine so gefährliche Technologie an einer Küste zu installieren, von der man schon lange weiß, wie stark sie durch Erdbeben und Tsunamis bedroht ist - das kann ich nicht verstehen.

Sonntag, 6. März 2011

WASSERSTADT

Der Vulkan auf Santorin ist besiegt, ich bin ohne eine einzige Schramme wieder daheim und ziemlich froh, dass bei der diesjährigen Klettertour nicht schon wieder ein Lavabrocken auf meinen Kopf gefallen ist. Die Narben sind übrigens kaum noch zu sehen. Freunde und Familie lassen es sich allerdings nicht nehmen, bei jedem kleinen Versprecher, bei jeder winzigen Unaufmerksamkeit oder Ungeschicklichkeit meinerseits mitleidig die Augen zu verdrehen und irgendwas zu murmeln wie "...na ja, er hat ja auch diesen Felsen auf den Kopf gekriegt...". So sind sie halt.
Gleich geht es schon wieder zum Flughafen, für unsere ZDF/BBC-Produktion "Die vier Elemente" fliegen wir nach Kambodscha und drehen die berühmte Tempelstadt "Angkor Wat". Da hat der Mensch nämlich eines der vier Elemente - das Wasser - besonders eindrucksvoll für seine Zwecke eingesetzt. Die Bewässerungstechnik, die in Angkor entwickelt wurde, ist nicht nur eine faszinierende Ingenieursleistung. Sie war sogar die Voraussetzung dafür, dass die Khmer in Angkor ein mächtiges Reich und die riesigen Tempel errichten konnten. Und genau darum wird es in unserem Film gehen. Im Herbst soll er fertig sein. Noch viel Arbeit...

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