Montag, 14. Mai 2012

FLEISCHFRAGE

In diesem Jahr stellt der WWF die Fleischfrage. Ist es eigentlich notwendig, richtig, unvermeidlich, dass die meisten Deutschen jeden Tag Fleisch essen? Dass viele Tiere in agrarindustriellen Anlagen unter fragwürdigen Bedingungen turbogemästet werden? Oder ließe sich die gesunde Ernährung der Bevölkerung auch anders gewährleisten? Ohne überzüchtete Rassen, Hormonspritzen, Mastanlagen und klimaschädliche Produktionsweisen?
Einen guten Einstieg ins Thema bietet die WWF-Website FLEISCHFRAGE. Dort gibt´s viele Hintergründe und ein paar erstaunliche Infos.

Ich selbst versuche übrigens, grundsätzlich kein Fleisch aus Mastbetrieben zu essen. Ein kleiner Anfang, aber funktioniert ganz gut. Außerdem bemühe ich mich gerade, ein neues TV-Format ins Programm zu drücken, dass sich mit der Fleischfrage am Beispiel der Hühnerzucht (fast 700 Millionen Masthähnchen werden pro Jahr in Deutschland geschlachtet) beschäftigen soll. Ohne erhobenen Zeigefinger, aber auch ohne Kompromisse. Gar nicht so einfach, so etwas auf die Beine zu stellen ...

DS 

Kommentare:

Patrizia hat gesagt…

Dann bin ich ja mal gespannt, ob du das neue Format durchgedrückt bekommst - mich würd's jedenfalls freuen.
Ich bin zwar ein "Fleischfresser" (ich liebe z.B. Steak), aber 1. könnte ich gar nicht jeden Tag Fleisch- oder Wurstprodukte essen und 2. versuche ich auch darauf zu achten, dass die Fleischprodukte, die ich kaufe, nicht aus Mastbetrieben stammen (schmeckt übrigens gerade bei Steak auch viel besser dann).

Sandra hat gesagt…

Mmh..., klingt interessant!
Was bedeutet denn "neues" TV-Format? Wird es sich dabei dann um eine Doku oder eine Art Show oder Magazin handeln? Und warum ist es so schwierig, gerade ein solch wichtiges Thema durchdrücken zu müssen? Hört sich nicht gerade einfach an!

autorisierten Nutzern hat gesagt…

Soll eine neue Doku-Serie werden ... und schwierig durchzudrücken, weil "Tiermast" nun mal ein kontroverses und sperriges Thema ist ... kein typischer Quotenbringer ... deshalb versuchen wir eine Form zu finden, die man gerne ankuckt und die gleichzeitig starke Inhalte transportiert ... kompliziert, aber versuchen kann man es ja mal ...

Und ja: Öko-Fleisch schmeckt viel leckerer - und schrumpft auf dem Grill auch nicht so zusammen.

Sandra hat gesagt…

...die lieben Quoten halt mal wieder ;-). Dann wünsche ich mal viel Erfolg bei der weiteren Konzeption und bin gespannt auf das Ergebnis!

Patrizia hat gesagt…

Ich verstehe nicht, wieso solche Dokus kein Quotenbringer sind. Eine meiner liebsten Erinnerungen an verregnete Wochenendtage beinhaltet "Die lustige Welt der Tiere" oder andere Dokus (auch über "sperrigere" Themen). Und wohin ich auch höre, geht es angeblich fast allen so, dass sie solche Formate vermissen - wieso schaut das dann angeblich keiner?! Oder werden die Quoten da runtergemacht, weil das Thema zu politisch ist so wie bei einigen US-Serien???

Sandra hat gesagt…

Hi Dirk, was macht denn die Fleischfrage? Hoffentlich kein Kopfzerbrechen;-). Lass mal wieder was von dir hören! Viele Grüße!

Dirk Thurau hat gesagt…

Wenn Du Fleisch isst, brauchst Du in Deinem Blog gar nicht den Tier- und Naturschützer in Dir erwähnen. Egal, ob Du Ökofleisch oder Mastfleisch isst; beides schadet der Umwelt gleich. Bei 7 Milliarden Menschen auf der Erde, macht es keinen Unterschied, was für Fleisch Du isst. Es ändert nichts an der Tatsache, dass 1 Milliarde Menschen unter Anderem wegen Deines Ökofleisch-Konsums hungern müssen.

Sich dann auch noch wie ein Tierschützer zu fühlen ist so, als würde ein Raucher sagen, er raucht keine Zigaretten mehr, nur hin und wieder mal eine. Er bleibt trotzdem ein Raucher und Du bleibst trotzdem ein Tierquäler, der Andere die Drecksarbeit für sich erledigen lässt.

Hör komplett auf Fleisch zu essen. Ansonsten bleibst Du für richtige Tierschützer nur ein lächerlicher Blender.

Dirk Thurau (richtiger Tierschützer aus Hamburg)

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