Samstag, 26. Januar 2013

FEUER UND EIS




Zum Schluss ganz nach oben: Ein Drehtag in fast 3.000 Metern Höhe, auf dem Gipfel des Villarrica, einem der größten und höchsten Vulkane Chiles.



Der Helikopter hat uns in Qualm und Schwefelgestank direkt am Krater abgesetzt - wir husten immer noch. Als ich mich dann über den Rand beugte, war das ein beklemmendes Gefühl, als würde ich einen verbotenen Blick in die Erdhölle werfen ...



Vulkane können eine wirklich bedrohliche Ausstrahlung haben, da fühlt man sich verdammt klein und verletzlich. Aber der Villarrica war brav und hat uns nichts getan. Zum Abschluss blieb sogar noch eine Minute Zeit für die Airguitar.


Morgen werden wir zurück nach Deutschland fliegen.
Während ich in der Luft bin, läuft bei Terra X die zweite Folge der aktuellen Staffel der Supertiere. Wie immer um 19:30 Uhr. Ich wünsche allen viel Spaß dabei!
DS

Position:Avenida Armando Cortinez,Pudahuel,Chile

Mittwoch, 23. Januar 2013

EINFACH WEG




Was wäre, wenn Morgen in den Nachrichten als erstes die Nachricht käme: Der Wannsee ist weg! Wo er gestern noch war, klafft nur noch ein großes Loch im Boden. Das sähe lustig aus, wenn die Ruderer mit ihren Riemen plötzlich im Kies rührten, die würden staunen! In Chile, rund um Patagoniens Gletscher, passiert so etwas tatsächlich. Allerdings ohne Ruderer. Der See mit dem komischen Namen Cachet 2 zum Beispiel. Der war eines morgens weg. Zunächst hat das niemand gemerkt, erst als Anwohner eines Flusses einen ungewöhnlichen Wasserstand meldeten, blätterten Wissenschaftler ihre Satellitenfotos durch, rieben sich die Augen und fragten dann: Wo ist er hin, der Cachet 2? Ein See mit immerhin einigen Quadratkilometern Fläche?
Es war ungewöhnlich warm geworden, viel Schmelzwasser im See. Dann taute noch der Seeboden und es entstand ein unterirdisches Loch - als würde jemand den Korken aus der Flasche drücken. Innerhalb weniger Stunden sind Hunderte Milliarden Wasser abgeflossen und zurück blieb nur das leere Seebett. Sachen gibt's.
DS

Position:Avenida Armando Cortinez Oriente,Pudahuel,Chile

Samstag, 19. Januar 2013

EINFACH MAL GLÜCKLICH SEIN




Weil ich so viel reise, werde ich oft gefragt, wo auf der Welt es denn am allerschönsten sei. Tja. Keine Ahnung. Die Welt ist viel zu groß und bunt, die Menschen und ihre Vorlieben sind viel zu unterschiedlich. DEN schönsten Ort gibt es folglich nicht, wohl aber ein paar, die so wunderbar sind, dass Menschen aus allen Teilen der Erde lange Reisen auf sich nehmen, um sie zu sehen. Torres del Paine in Chile ist so ein Ort. Wenn diese Türme in der Sonne strahlen, im Vordergrund ein Guanako grast und ein Kondor am Himmel kreist - dann müsste man schon aus Holz sein, um nicht in glückliches Staunen zu geraten.



Weniger schön anzusehen, allerdings (zumindest für Kameramann Oliver und mich) sehr spaßig, ist unsere Tradition, an besonderen Plätzen ein bisschen Airguitar zu spielen. Das Foto zeigt uns bei den Schlussakkorden von "Dive In" von der Dave Matthews Band.
DS

Position:Calle M Aguilar Garcia,Punta Arenas,Chile

Mittwoch, 16. Januar 2013

STERNENGUCKER






Die meinen es ernst, die Astronomen des Paranal Observatoriums auf dem Gipfel des Cerro Paranal: Die Fenster des Gästehauses werden nachts verrammelt, Flugzeuge müssen den Berg weiträumig umfliegen, Taschenlampen sind verboten und die einzige Straße zum Gipfel wird gesperrt - wenn die Wissenschaftler durch das VLT, das Very Large Telescope (sehr origineller Name!), in die Tiefen des Raums blicken, darf nicht die kleinste Kleinigkeit die empfindlichen Fernrohre stören. Dafür ist die Auflösung der vier zusammengeschalteten Teleskope aber auch so fein, dass damit die Besatzung der Internationalen Raumstation eine Zeitung auf der Erde lesen könnte. Mitten in der Atacama-Wüste steht die gewaltige Anlage, weil es dort so gut wie nie regnet, also keine Wolken den Blick trüben.




Das Gästehaus (der kleine Punkt in der Mitte der Wüste) ist übrigens schwer beeindruckend: Ultramodern und der Schauplatz des James Bond Filmes "Ein Quantum Trost". Dort fliegt das Gebäude am Ende in die Luft, zum Glück nur digital, wäre nämlich echt schade um dieses architektonische Kleinod gewesen.




Ungeklärt ist bisher, wer den Gartenzwerg an das Tor des Observatoriums gestellt hat. Eines Tages, hat mir der Pförtner erzählt, war er plötzlich da. Und seither wacht er mit strengem Blick über das VLT.
DS

Position:Avenida Americo Vespucio,Pudahuel,Chile

Montag, 14. Januar 2013

SONNE, STRAND UND SUPERTIERE




Vielen Dank an über FÜNF (!) MILLIONEN Zuschauer, die die erste Folge der "TerraX-Supertiere" eingeschaltet haben! Und auch danke an das Superteam vom ZDF, das die Filme produziert hat! Die nächste Folge wird übrigens wegen der Niedersachsenwahl erst am übernächsten Sonntag ausgestrahlt.


Nach den langen Wochen im grauen Hamburger Winterwetter kann ich mich noch gar nicht an den Anblick von Sonne, Strand und Meer gewöhnen ... aber das war heute morgen beim Frühstück der Ausblick. Die chilenische Pazifikküste. Jetzt sind wir unterwegs zum VLT, dem Megateleskop in der Atacama-Wüste, wo wir die erste Moderation dieser Reise drehen werden.
DS

Position:Taltal,Chile

Samstag, 5. Januar 2013

EX-WINTERSCHLÄFER

Uahhhh ... noch einmal kräftig gähnen und räkeln - und dann geht es wieder los: Mein persönlicher Weihnachts-Winterschlaf endet genau jetzt, mit dem ersten Blogpost des Jahres. Morgen ab nach Mainz, "Supertiere" vertonen, "Terra X Press" moderieren und dann in den Flieger nach Chile, wo wir eine weitere Folge "Faszination Erde" drehen werden. Nach drei Wochen Tannenbaum, Glühwein und Süßigkeiten steigt das Reisefieber! Zum Eingewöhnen habe ich gerade noch mal die Fotos der Dezember-Äthiopenreise durchstöbert und bin dabei auf diese Eseltruppe gestoßen, die mir in der Danakil-Senke begegnet ist, einem der heißesten Orte der Erde. Auf der anderen Seite der Kamera standen wir - und sahen wahrscheinlich auch nicht viel intelligenter aus.

Im TV werde ich auch wieder auftauchen: Zunächst am 13. Januar um 19:30 Uhr mit der ersten Folge der neuen Staffel "Terra X: Die Supertiere". In Folge eins, "Dicke Freunde", analysieren wir tierische Beziehungskisten, oder, wissenschaftlicher formuliert, das Sozialverhalten verschiedener Tierarten - und das ist manchmal wirklich kurios! Mit dabei übrigens auch meine Assistentin, Schimpansin Sina.  Die bezauberndste, klügste und sympathischste Assistentin in der ganzen großen Fernsehwelt - oder etwa nicht?

Weiter geht es mit den Supertieren dann erst am 27. Januar (dazwischen ist nämlich Niedersachsenwahl). Aber jetzt erstmal Koffer packen ...

Hoffe, alle sind prima ins neue Jahr gekommen und wünsche nur das Beste!
DS

Meine Arbeit wird unterstützt von:

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